Perfekte Symbiose aus philosophischem Sachbuch und humorvollem Roman, mit Witz und Tiefgang: Das 1977 in Italien und 1986 erstmals in deutscher Sprache veröffentlichte Buch „Also sprach Bellavista“ hat den Ex-IBM-Manager Luciano De Crescenzo weltweit berühmt und zu einem wichtigen zeitgenössischen Autor Italiens gemacht. Das Werk war der Auftakt von über 25 weiteren internationalen Bestsellern des Neapolitaners. Sein Erfolgsrezept: Komplexe philosophische Gedanken in verständlicher Sprache zu formulieren, einen aktuellen Bezug herzustellen und sie so für die breite Masse zugänglich und attraktiv zu machen. Gewürzt mit Humor und einer Prise Ironie belegt er philosophische Erkenntnisse mit liebevoll-kritischen Anekdoten aus dem chaotischen Umfeld seiner Heimatstadt Neapel. Seine zentralen Themen: Die Gegensätze zwischen Liebe und Freiheit, die Mentalitätsunterschiede Nord- und Süditaliens, Kritik an Konsum und Machstreben.
Philosophie
Wer einen kurzweiligen Einstieg in die Grundlagen abendländischen Denkens sucht, ist mit dem Klassiker „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder bestens bedient. Der Roman über die Geschichte der Philosophie führt den Leser leicht verständlich und unterhaltsam in die Gedankenwelt großer Denker ein, von der Antike über das Mittelalter, die Renaissance, Aufklärung und Romantik bis hin zum Existentialismus des 20. Jahrhunderts. Eingebettet in eine spannende Rahmenhandlung – mit verblüffenden Ende – um das 15-jährige Mädchen Sofie Amundsen aus Oslo. Kaum ein anderes Buch zieht den Philosophie-Einsteiger so leicht und spannend in seinen Bann und macht Lust darauf, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Das 1991 entstandene Werk war ursprünglich für Jugendliche gedacht, hat aber auch viele erwachsene Leser gefunden. Bis 2011 wurde „Sofies Welt“ in 59 Sprachen übersetzt und weltweit über 40 Millionen Mal verkauft.
Der Philosoph Christoph Quarch plädiert in seinem Buch „Liebe – der Geschmack des Christentums“ für eine „Erotisierung der Spiritualität“, die vom Eros der griechischen Philosophie inspiriert ist. Sein Credo: Bringt man das Religiöse und das Erotische, Spirituelle wieder zusammen, wie es die Griechen getan haben, würde das Christentum seine Sinnlichkeit zurückgewinnen. Im zweiten Teil des Interviews mit SinndesLebens24 spricht Christoph Quarch über die Spiritualität in griechischer Philosophie und Christentum, den Eros als spirituelle Kraft sowie über sein neues Buch „Rettet das Spiel“ für mehr Kreativität und Lebensfreude.
Der Film „Der Sinn des Lebens“ von Monty Python setzt sich skurril, tabulos und mit britischem Humor mit der existenziellen Frage nach dem Grund unseres Daseins auseinander. Der 1983 erschienene Satire-Streifen (Originaltitel: „The Meaning of Life“) der legendären britischen Komikergruppe reiht komisch-groteske Episoden und Sketche aus den verschiedenen Lebensphasen des Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten aneinander, von der Geburt bis zum Tod.
Woher kommen wir? Gibt es Gott? Was ist Liebe? Was ist Wahrheit? Grundlegenden Lebensfragen wie diesen stellt sich das 2007 im Goldmann Verlag veröffentlichte Buch „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ von Richard David Precht. Er nimmt den Leser mit auf eine kurzweilige philosophische Reise durch die Fülle unseres Wissens über das Menschsein. Das Buch ist keine Geschichte der Philosophie, sondern erschließt das komplexe Thema in drei großen Kapiteln: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? In diese Fragen hat Immanuel Kant einst die großen Fragen der Menschheit unterteilt. Dabei wagt Precht einen Blick über den Tellerrand und verknüpft Philosophie interdisziplinär mit neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung, Psychologie und Verhaltensforschung. Außerdem spricht er zahlreiche aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Gentechnik oder Tierethik an.
Während die Teenager in Deutschland aktuell langsam wieder ein Verhältnis zur Tradition gewinnen, kann die Religion, eigentlich der stärkste Pfeiler der Tradition, davon nicht profitieren, geht aus der der 17. Shell Jugendstudie 2015 hervor, die am 15. Oktober 2015 veröffentlicht wurde. Vor allem unter katholischen Jugendlichen hat der Glaube an Gott an Bedeutung verloren, evangelische Jugendliche hatten schon zuvor dem Glauben an Gott eher weniger Bedeutung beigemessen. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest von Januar bis Mitte März 2015 2.558 Jugendliche in Deutschland im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenseinstellung und Orientierung.
Teenager in Deutschland besitzen heute ein stabiles Wertesystem, in dem Freundschaft, Partnerschaft und Familie ganz vorne stehen. Ideelle Werte haben für junge Leute gegenüber materiellen Werten wieder an Bedeutung gewonnen. Außerdem zeigen sie wieder mehr politisches Interesse und eine höhere Bereitschaft zu politischem Engagement. Das sind wichtige Kernaussagen der 17. Shell Jugendstudie 2015, die am 15. Oktober 2015 veröffentlicht wurde.

