Vom Star-Manager zum Philosophen: Dr. Michael Conradt war Philosoph aus Leidenschaft und hat zwischen 2003 und 2014 von München bis zu den Alpen mehr als 460 philosophische Veranstaltungen durchgeführt. Noch heute sendet Bayern 2 Radiowissen regelmäßig Beiträge von Michael Conradt. Doch die „Liebe zur Weisheit“ entdeckte er erst im Alter von 40 Jahren. Davor arbeitete er als Redakteur bei der Rheinzeitung, später als Pressesprecher beim Plattenlabel Ariola und schließlich managte er namhafte Künstler wie Peter Maffay und Joan Baez. Eine Lebenskrise brachte Conradt dazu, sich mit grundlegenden Fragen zu beschäftigen und er entschloss sich zu einem 10-jährigen Philosophie-Studium mit Promotion. Im Frühjahr 2015 starb er im Alter von 66 Jahren an Krebs. Der folgende Gastbeitrag von Michael Conradt mit dem Titel „Der Sinn des Lebens“ liefert einen pointierten, philosophisch fundierten und lebensnahen Zugang zu dieser Frage.
Philosophie
Interview mit Axel Hacke: „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“
Mit seinem Buch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“ hat Axel Hacke den Nerv der Zeit getroffen. Der Bestseller-Autor und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins sieht in diesen aufgewühlten Zeiten die Grundlagen unseres bisherigen Zusammenlebens bedroht und stellt die Fragen: Was bedeutet es eigentlich für jeden Einzelnen, wenn Lüge, Rücksichtslosigkeit und Niedertracht an die Macht drängen oder sie schon errungen haben? Wenn so erfolgreich in der Öffentlichkeit gegen alle bekannten Regeln des Anstands verstoßen wird? Im Interview spricht Axel Hacke darüber, wie man unter diesen Bedingungen ein anständiges Leben führen kann und wie man richtig lebt – mit sich selbst und mit anderen.
Von Christoph Quarch. Der Zusammenhalt bröckelt. Europa steht am Scheideweg. Großbritannien hat der Europäischen Union bereits den Rücken zugekehrt, Ungarn oder Polen sind formell zwar noch dabei, haben sich jedoch von europäischen Kernwerten wie Solidarität und Rechtsstaatlichkeit abgewandt. Die Migrantenströme aus dem Süden und dem Osten haben an den Fundamenten der Union Frakturen sichtbar werden lassen, die die Statik der EU gefährden. Und als Griechenland am Boden lag, war es ausgerechnet die deutsche Regierung, die sich weigerte dem Lande wieder aufzuhelfen. Nationalen Egoismen, anheizt von rechten Populisten, geben mehr und mehr den Ton an – und die eigentliche Grundidee des europäischen Projektes gerät ins Hintertreffen.
Interview mit Richard David Precht: „Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“
Zweifelsohne wird die Digitalisierung als vierte industrielle Revolution die Arbeitswelt dramatisch verändern. In seinem neuesten Bestseller „Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ zeigt Philosoph Richard David Precht die größten Chancen und Risiken auf und erklärt, welche Weichen wir unbedingt stellen müssen. „Denn die Zukunft kommt nicht – sie wird von uns gemacht! Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?“, so Precht. Im Interview spricht der Bestseller-Autor über die Arbeitswelt der Zukunft, die Chancen für ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben sowie über seinen persönlichen Sinn des Lebens.
Die Berliner Bildungseinrichtung „The School of Life“ begibt sich diesen Frühling zum ersten Mal auf Stippvisite nach München. Die viertägige „Spring School“ präsentiert vom 10. bis 13. Mai im traditionsreichen Café Luitpold kluge Ideen aus Philosophie, Psychologie, Kunst und Kultur, die dabei helfen, Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen des Lebens zu finden. Auf dem Programm stehen zahlreiche Impuls-Vorträge, Übungen, Gruppenarbeiten und Diskussion zu verschiedenen Schwerpunkten wie emotionale Intelligenz, Beziehungen, Karriere, Sinn des Lebens und innere Ruhe.
Praktische Ethik für den Alltag zu vermitteln ist das Credo von Ethica Rationalis. Dr. Angela Poech, Professorin für Entrepreneurship an der Hochschule München, hat den Verein vor 15 Jahren mit Freunden und Kollegen ins Leben gerufen, um Studierende und Young Professionals auf ethische Konflikte im Berufsleben vorzubereiten. Bei den Veranstaltungen wie dem „PhiloBrunch“, Kaminabenden oder der „Masterclass“ stehen neben einführenden Impulsvorträgen zu ethischen Themen vor allem Diskussionen und der gegenseitige Austausch mit Gleichgesinnten im Vordergrund. Dabei setzt Ethica Rationalis auf den Prozess der Selbsterkenntnis. Ziel ist es, die Menschen dabei zu unterstützen, einen eigenen Wertekompass zu entwickeln, den sie konkret im Leben umsetzen können. Im Interview spricht Angela Poech über die Philosophie und die Veranstaltungen von Ethica Rationalis, moralische Fragen der heutigen Zeit sowie die Ethik der kleinen Schritte.
Das Epos geht weiter: Star Wars 8 „Die letzten Jedi“ startet am 14. Dezember in den deutschen Kinos. Doch was macht die ungebrochene Faszination des Science-Fiction-Heldenepos eigentlich aus, auch 40 Jahre nach Erscheinen des ersten Teils „Krieg der Sterne“? Die Philosophie der Macht („The Force“) spielt eine zentrale Rolle im Star Wars: ein alles durchdringendes Energiefeld, das das Universum zusammenhält. Die „Krieg der Sterne“-Reihe von George Lucas zählt zu den erfolgreichsten Filmprojekten aller Zeiten. Neben ausgefeilten Special Effects besticht sie durch eine mitreißende, tiefgründige und mystische Handlung. Zentrale Themen sind der Kampf zwischen Gut und Böse, verkörpert durch den Krieg zwischen den Rebellen und dem Imperium, dem Kampf zwischen Vater und Sohn und inneren Konflikten. Dabei schöpft George Lucas Inspiration aus unterschiedlichsten Mythologien. So finden sich Elemente der Macht auch in Platons Idee von der Weltseele und in fernöstlichen Weisheiten wieder.

