Lilly Gebert ist eine junge Autorin, die den Nerv ihrer Generation trifft. In ihrem Buch „Sein statt Haben: Eine Enzyklopädie für die neue Zeit“ stellt sie die Frage, was uns wirklich lebendig macht und warum so viele im Modus des Besitzens und Funktionierens gefangen bleiben. Anknüpfend an Erich Fromm und dessen Werk „Haben oder Sein“ denkt sie das Spannungsfeld von Haben und Sein aus der Perspektive ihrer eigenen Generation weiter, jenseits von Selbstoptimierung und oberflächlicher Achtsamkeit. Mit poetischer Kraft verbindet sie Verstand und Gefühl und lädt dazu ein, Vorstellungskraft und Sehnsucht neu zu entdecken. Im Interview spricht Lilly Gebert über ein Gefühl von Entfremdung und innerer Leere und erklärt, warum so viele Menschen im „Haben“ gefangen sind, was die neue Zeit wirklich auszeichnet und wie echte Verbindung wieder möglich wird.
Buchtipp
Interview mit Dr. Sylvester Walch: „Wege zum Wesentlichen. Erweitertes Bewusstsein und holotropes Atmen.“
In einer Zeit, in der viele Menschen zwischen Leistungsdruck, Sinnsuche und innerer Erschöpfung stehen, gewinnt die Frage nach dem, was uns wirklich trägt im Leben, an Bedeutung. Mit seinem aktuellen Buch „Wege zum Wesentlichen. Erweitertes Bewusstsein und holotropes Atmen“ lädt Dr. Sylvester Walch dazu ein, vertraute Denk- und Lebensmuster zu hinterfragen und neue Zugänge zu innerer Freiheit, Verbundenheit und Sinn zu entdecken. Auf der Grundlage von über 35 Jahren therapeutischer und spiritueller Praxis zeigt er, wie veränderte Bewusstseinszustände, Meditation und insbesondere das holotrope Atmen Zugänge zu innerer Heilung, Sinn und transpersonalen Erfahrungsräumen eröffnen können. Dr. Sylvester Walch ist Ausbilder für Psychotherapie, Transpersonale Psychologie und Holotropes Atmen, Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten im deutschsprachigen Raum und Buchautor. Im Interview mit SinndesLebens24 spricht er über die Kraft des holotropen Atmens, die Rolle von Liebe, Achtsamkeit und Mitgefühl, den heilsamen Umgang mit Krisen und darüber, wie erweiterte Bewusstseinszustände uns helfen können, dem Leben mutiger, gelassener und menschlicher zu begegnen.
Wie kaum ein anderer Wissenschaftler hat sich der Wiener Psychiater Viktor E. Frankl in seinem Forscherleben mit der Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz auseinandergesetzt. Ziel seiner Logotherapie, die neben Sigmund Freuds und Alfred Adlers Theorien als „Dritte Wiener Schule der Psychotherapie“ gilt, ist es, den Menschen in seiner Sinnfindung zu helfen. Das 1985 veröffentlichte Buch „Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn“ bietet einen tiefen Querschnitt durch das gesamte Werk Frankls. Seine Bücher haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt und bieten Menschen wertvolle Unterstützung bei der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Lesen Sie hier die zentralen Aussagen und Zitate von Viktor Frankl.
Hermann Hesses Roman Siddhartha gehört zweifelsohne zu den zeitlosen, bis heute tief bewegenden Klassikern der Weltliteratur, die zahlreiche Menschen auf ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens inspirieren. Im Zentrum des 1922 erstmals veröffentlichtem Werkes stehen die Themen Selbstfindung, Buddhismus und der Entwicklungsprozess des Menschen. Auf der Suche nach Erleuchtung lehnt der Brahmanen-Sohn Siddhartha jegliches Dogma ab und befreit sich aus familiären und gesellschaftlichen Konventionen. Nach verschiedenen tiefgründigen Erfahrungen als Asket im Wald, bei der Begegnung mit Buddha, als reicher Kaufmann und Geliebter der Kurtisane Kamala findet er schließlich die Erleuchtung als Fährmann an einem Fluss. Die Quintessenz: Erkenntnis kann nicht durch Lehren vermittelt, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden. Hermann Hesse gehört zu den weltweit meistgelesenen und bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern. Lesen Sie hier die wichtigsten Kernaussagen und Schlüsselzitate aus Hermann Hesses Siddhartha.
Podcast-Interview mit Sergio Bambaren: „Der träumende Delphin und die Stimme des Ozeans“
Bedingungslose Liebe, Empathie und Vergebung sowie die Rettung der Meere sind Kernthemen des neuesten Romans „Der träumende Delphin und die Stimme des Ozeans“ von Sergio Bambaren. Es ist die Fortsetzung seines allersten Buchs mit dem Titel „Der träumende Delphin“, der vor 30 Jahren erschienen ist und weltweit mehr als 10 Millionen Mal verkauft wurde. Im Interview spricht Sergio Bambaren über die wichtigsten Botschaften im Buch „Der träumende Delphin und die Stimme des Ozeans“, seine Leidenschaft für die Ozeane und den Umweltschutz sowie über seinen persönlichen Sinn des Lebens.
„Viele Menschen meinen, zu lieben sei ganz einfach, schwierig sei es dagegen, den richtigen Partner zu finden“, schreibt Erich Fromm in seinem Klassiker „Die Kunst des Liebens“. Doch die Liebe ist kein Gefühl, dem man sich einfach nur hinzugeben braucht, erklärt Fromm. Im Gegenteil: Sie ist eine Kunst, die gelernt sein will. Wirklich Lieben zu können setzt die Entwicklung der ganzen Persönlichkeit voraus. Wahre Erfüllung erfordert Mut, Glaube und Disziplin. Das 1956 erstmals veröffentlichte gesellschaftskritische Werk des Sozialpsychologen zählt mit mehr als 25 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Sachbüchern im ausgehenden 20. Jahrhundert. Darin setzt Erich sich Fromm kritisch mit dem Verfall der Liebe in der modernen westlichen Welt auseinander. Vor allem das romantische Verständnis der Liebe in einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft führt zu vielen Formen der Pseudoliebe, bei der viele Beziehungen lediglich ein Alleinsein zu zweit sind. Dabei ist der Wunsch nach Liebe das stärkste Streben im Menschen. Fromm liefert kein fertiges Rezept, aber zeigt Zugangswege auf, die helfen können, die Kunst der wahren Liebe beherrschen zu lernen.
Die zentrale Frage in Albert Camus Werk „Der Mythos des Sisyphos“ lautet: Wie kann der Mensch in einer absurden Welt Sinn finden? Für den Nobelpreisträger und Existenzialisten befindet sich der Mensch ohne Gott und ohne die Aussicht, nach dem Tod weiter zu existieren, zunächst in einer absurden Situation. Das Absurde besteht für Camus in dem Spannungsverhältnis zwischen der Sinnlosigkeit der Welt und der Sehnsucht des Menschen nach Selbstverwirklichung. Statt resigniert aufzugeben fordert Camus dazu auf, das Absurde anzunehmen und dagegen zu revoltieren. So kann der Mensch schließlich zur Freiheit finden.

