In seinem millionenfach verkauften Bestseller „Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg“ beschreibt der Komiker, Moderator und TV-Entertainer Hape Kerkeling seine Pilgerreise nach Santiago de Compostela im Jahr 2001. Auf dem harten und entbehrungsreichen 600 Kilometer langen Fußmarsch durch Spanien zum Grab des heiligen Jakob trifft er Pilger und Einheimische, nächtigt in heruntergekommenen Pilgerherbergen, erlebt Einsamkeit und Stille, Erschöpfung und Zweifel, aber auch Hilfsbereitschaft, Freundschaften und schöne Momente. Jenseits seiner komischen Seite reflektiert er tiefsinnig sein eigenes Leben und sinniert über Gott und die Welt.
Buchtipp
Perfekte Symbiose aus philosophischem Sachbuch und humorvollem Roman, mit Witz und Tiefgang: Das 1977 in Italien und 1986 erstmals in deutscher Sprache veröffentlichte Buch „Also sprach Bellavista“ hat den Ex-IBM-Manager Luciano De Crescenzo weltweit berühmt und zu einem wichtigen zeitgenössischen Autor Italiens gemacht. Das Werk war der Auftakt von über 25 weiteren internationalen Bestsellern des Neapolitaners. Sein Erfolgsrezept: Komplexe philosophische Gedanken in verständlicher Sprache zu formulieren, einen aktuellen Bezug herzustellen und sie so für die breite Masse zugänglich und attraktiv zu machen. Gewürzt mit Humor und einer Prise Ironie belegt er philosophische Erkenntnisse mit liebevoll-kritischen Anekdoten aus dem chaotischen Umfeld seiner Heimatstadt Neapel. Seine zentralen Themen: Die Gegensätze zwischen Liebe und Freiheit, die Mentalitätsunterschiede Nord- und Süditaliens, Kritik an Konsum und Machstreben.
Wer einen kurzweiligen Einstieg in die Grundlagen abendländischen Denkens sucht, ist mit dem Klassiker „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder bestens bedient. Der Roman über die Geschichte der Philosophie führt den Leser leicht verständlich und unterhaltsam in die Gedankenwelt großer Denker ein, von der Antike über das Mittelalter, die Renaissance, Aufklärung und Romantik bis hin zum Existentialismus des 20. Jahrhunderts. Eingebettet in eine spannende Rahmenhandlung – mit verblüffenden Ende – um das 15-jährige Mädchen Sofie Amundsen aus Oslo. Kaum ein anderes Buch zieht den Philosophie-Einsteiger so leicht und spannend in seinen Bann und macht Lust darauf, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Das 1991 entstandene Werk war ursprünglich für Jugendliche gedacht, hat aber auch viele erwachsene Leser gefunden. Bis 2011 wurde „Sofies Welt“ in 59 Sprachen übersetzt und weltweit über 40 Millionen Mal verkauft.
Dass man sich den fundamentalen Fragen wie „Was kommt nach dem Tod? Und vor allem: Wo kommt man dann hin?“ auch erfrischend humorvoll nähern kann, zeigt Achim Szymanski in seinem Buch „Jenseitsreisen: Wir bringen Sie über den Jordan“. Sein „Reiseführer für das Leben danach“ beantwortet auf witzige und satirische Weise „endlich all Ihre Fragen zu den Jenseitsvorstellungen von über 50 Religionen“. Ein etwas anderer Reiseführer, der gleichsam nebenbei eine ganze Menge Wissen vermittelt. Das Buch ist 2008 im Verlag Knaur TB erschienen und nach wie vor äußerst lesenswert.
Woher kommen wir? Gibt es Gott? Was ist Liebe? Was ist Wahrheit? Grundlegenden Lebensfragen wie diesen stellt sich das 2007 im Goldmann Verlag veröffentlichte Buch „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ von Richard David Precht. Er nimmt den Leser mit auf eine kurzweilige philosophische Reise durch die Fülle unseres Wissens über das Menschsein. Das Buch ist keine Geschichte der Philosophie, sondern erschließt das komplexe Thema in drei großen Kapiteln: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? In diese Fragen hat Immanuel Kant einst die großen Fragen der Menschheit unterteilt. Dabei wagt Precht einen Blick über den Tellerrand und verknüpft Philosophie interdisziplinär mit neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung, Psychologie und Verhaltensforschung. Außerdem spricht er zahlreiche aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Gentechnik oder Tierethik an.
In Douglas Adams satirisch-skurrilem Science-Fiction-Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ fällt die Antwort auf die Frage nach dem ultimativen Sinn des Lebens ernüchternd aus: Sie lautet schlicht und einfach „42“ – nicht mehr und nicht weniger. Einer Rasse von hyper-intelligenten, pan-dimensionalen Wesen hing es – nach der Story des Kult-Buches – vor vielen Millionen Jahren zum Halse raus, sich ewig über den Sinn des Lebens herumzuzanken. Also beschlossen sie, einen Super Computer namens Deep Thought zu bauen. Der sollte „die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und Allem“ errechnen.
Als Reaktion und Persiflage auf die Flut der wie Pilze aus dem Boden schießenden Ratgeberliteratur verfasste Paul Watzlawick 1983 den Bestseller „Anleitung zum Unglücklichsein“. Der Name ist Programm: Mit pointierten Anekdoten und Aphorismen hält er dem Leser unverhohlen einen Spiegel vor und entlarvt negative Denkmuster, selbsterfüllende Prophezeiungen, mit denen wir uns immer wieder selbst im Wege stehen und uns künstlich das Leben schwer machen. Der Clou: Wer die Ratschläge nicht befolgt, hat Aussicht auf ein glückliches Leben. Der Philosoph und erfahrene Psychotherapeut will bewusst irritieren und so die Selbstheilungskräfte der Leser ansprechen. Der amüsante Klassiker ist bis heute ein Bestseller und verspricht humorvolles Lesevergnügen mit Intelligenz, Charme, Ironie und tiefgründiger Lebensweisheit.

