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Interview mit Nicole Brandes: „Erfolgreich im Job – und im Leben?“

26. Oktober 2022 0 comments
Interview mit Nicole Brandes, Autorin des Buches „Weiblich, wild und weise“

Unglücklich im Job, fremdbestimmtes Privatleben und die eigenen Träume schon längst aus den Augen verloren? Schnell fühlt man sich unerfüllt, unzufrieden und einfach nicht genug. Nicole Brandes geht in ihrem Buch „Weiblich, wild und weise – selbstbewusst, selbstbestimmt, selbsterfüllt“ folgen Fragen nach: Was zeichnet eine starke Frau heute aus? Was gibt ihr Selbstbewusstsein und erhöht ihr Selbstwertgefühl? Und wie erreicht sie ihre Ziele und verwirklicht ihre Träume? Im Interview erklärt die Buchautorin, Management-Coachin und Vortragsrednerin, wie wir negative Gedanken durchbrechen, unsere individuellen Potenziale erkennen und wahren Herzenswünsche realisieren können. Außerdem spricht sie über die wichtigsten lessons learned ihrer eigenen, sehr bewegenden Lebensgeschichte.

Frau Brandes, Sie haben ja bereits einige Ratgeber veröffentlicht. Wie sind Sie auf die Idee zu diesem Buch „Weiblich, wild und weise“ gekommen? Worum geht es im Kern und welche Leser möchten Sie vor allem ansprechen?

Brandes: Es geht um die urmenschlichen Themen, die jeder von uns kennt: Welche Kämpfe wir haben, wie wir unsere Ängste besiegen und warum wir unsere Träume niemals aufgeben sollen. Das Buch war vielmehr ein Drang als eine Idee. Ich sehe in meinen Coachings so viele tolle, fähige und hungrige Menschen, eben auch Frauen.

Sie wollen leichter und gezielter vorwärts kommen; sie wollen ihre Talente und Fähigkeiten besser zur Verfügung stellen; und sie möchten einen sinnvollen Beitrag leisten. Mit diesem Buch will ich sie ermutigen, diesem inneren Ruf zu folgen. Weil sie das nicht nur erfolgreicher macht, sondern tatsächlich auch glücklicher. Und für eine bessere Zukunft brauchen wir Menschen in ihrer ganzen Kraft.

Viele Menschen, die nach außen ein erfolgreiches Leben führen, sind häufig tief im Herzen unglücklich: Sie sind unzufrieden im Job, leiden unter einem fremdbestimmten Privatleben und haben die eigenen wahren Lebens-Träume aus den Augen verloren. Was sind Ihrer Erfahrung nach die häufigsten Ursachen dafür?

Brandes: Der Mensch will leisten, erfolgreich sein und seine Kompetenzen spüren. Viele Menschen arbeiten wie verrückt und investieren Jahre um in der Karriere vorwärts zu kommen. Irgendwann stellen sie fest, dass das nicht reicht und sie das gar nicht glücklich macht. Trotz äußerer Fülle fühlen sie sich innerlich unzufrieden oder sogar leer. Und sind ratlos, wie wir damit umgehen sollen. Wir mögen erfolgreich sein aber erfüllt sind wir nicht.

Wir mögen beruflich angekommen sein, aber als Mensch in der eigenen Entwicklung sind wir es nie. Dabei liegt vor allem dort dieses gute Gefühl der persönlichen, nachhaltigen Beglückung. Wenn wir die eigene Persönlichkeit nicht fördern, nähren und beschützen, dann entsteht eine innere Kluft. Sich dem anzunehmen ist schwierig, wenn man permanent unter dem Druck und Tempo der operativen Hektik steht.

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Buchcover und Porträt Nicole Brandes: „Weiblich, wild und weise“

 

Mit welchen besonderen Herausforderungen haben vor allem Frauen zu kämpfen?

 Brandes: Der Einfluss der Frauen in Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft nimmt zu. Aber noch viel zu langsam. Gesellschaftliche Umschwünge sind träge. Es wird also noch dauern, bis Frauen mit einer Selbstverständlichkeit ebenbürtig behandelt werden. Ebenbürtig bedeutet nicht, dass Frauen wie Männer behandelt werden sollen. Wir sind unterschiedlich – und genau da liegt die große Qualität, die zur Wertschöpfung beiträgt.

Es gilt die Unterschiede anzuerkennen und gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen, dass alle ihre Qualitäten zum Ausdruck bringen und wirken können. Da gibt es viel Verwechslung. Das führt zu vielen Missverständnissen und energie-verschleißenden Diskursen. Das bringt uns leider nur zäh vorwärts.

Was hält die Menschen vor allem davon ab, ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben zu führen?

Brandes: Wenn ich mit erfolgreichen Menschen daran arbeite, was für sie im Leben wichtig ist, dann kommen erfahrungsgemäß die fünf Schlüsselfaktoren: Gesundheit, Glück, Wohlstand, Liebe und Sinnhaftigkeit. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Der Punkt ist, dass unser „Standardverhalten“ nicht danach ausgerichtet ist. Unser alltäglichstes Handeln diesbezüglich ist Bequemlichkeit! Wir tun einfach weiter, was wir tun, auch wenn wir es nicht mehr tun wollen. Paradox, nicht wahr?

Das beginnt mit den täglichen gedankenlosen Gewohnheiten wie essen oder „netflixen“ und geht dann weiter bis zu den essentiellen Dingen. Zum Beispiel, wie kann ich sicherstellen, dass ich mich glücklicher und erfüllter fühle? Zum anderen geht es auch um fehlendes Wissen, wie das denn eigentlich geht. Wir leben nach den Lebensentwürfen, die uns als Kind und junger Mensch mitgegeben wurden. Das sind gute Lebensvorlagen.

Aber sie sind Standard. Ein Leben zu leben, dass zu einem passt und das den eigenen Talenten, Fähigkeiten und Wünschen und Träumen gerecht wird, haben wir nie gelernt. Wir lernen Mathe und Geografie. Aber wenn es um das Wichtigste geht, das persönlich beglückende Leben, gleichen wir einem frischgebackenen Autofahrer in einer Rennmaschine.

Was macht ein selbstbewusstes, selbstbestimmtes und erfülltes Leben aus?

Brandes: Ganz einfach: Wenn ich nicht nur Erfolg habe, sondern ihn auch von innen heraus spüre. Das Leben findet in den Gefühlen statt! Die Lebensqualität steht in direkter Relation zu der eigenen Gefühlslage. Je besser ich mich fühle, desto besser ist das Leben. Ein erfolgreicher Berater sagte mir kürzlich, dass das für ihn überraschend und augenöffnend sei. Er sei im Job ausschließlich rational und würde auch bei Erfolgen keine Freude empfinden, denn das Beste zu leisten sei ja normal…Viele Menschen geben alles im Job und leben dabei emotional asketisch oder sogar komplett unterernährt.

Wir fühlen uns dann erfüllt, wenn Herz und Seele dabei sind. Sie sind wertvoller als eine Million Dollar. Ohne sie kein Leben. Wie kann ich das angehen? Indem ich mir zum Beispiel zwei Fragen stelle. Wieviel positive Energie bringe ich in eine Aufgabe ein? Und wieviel positive Energie gibt mir die Aufgabe zurück? Bringt sie mir auch Anerkennung und nicht nur Stress? Macht das, was ich tue einen Unterschied?

Wenn nicht, macht mein Effort ja gar keinen Sinn. Kann ich an der Aufgabe wachsen und mich weiterentwickeln? Habe ich meine Zeit für etwas Wertvolles eingesetzt? Da entsteht das gute Gefühl der Dankbarkeit. Wenn diese beiden Komponenten in Balance sind, sind wir nahe dran.

 

Interview mit Nicole Brandes: „Weiblich, wild und weise – selbstbewusst, selbstbestimmt, selbsterfüllt“

 

Wie können wir unsere individuellen Potenziale und wahren Herzenswünsche erkennen?

Brandes: Ich glaube, dass die meisten Menschen wirklich gut sind in dem, was sie tun. Als Vollprofi holen wir uns Top-Experten ins Team um professionell zu arbeiten. Wenn es um das Wertvollste geht, das eigene Leben, wursteln die meisten alleine vor sich hin. Oder sie nehmen sich ein Buch zur Hand. Oder besuchen ein Tagesseminar. Das funktioniert aber nicht. Bücher und Seminare können wunderbare Impulse setzen.

Wer aus seiner vollen Kraft leben will, sollte das auch als Vollprofi angehen, nämlich nicht allein. Wir können uns nicht selbst auf den Kopf schauen. Allein aus dem eigenen Gedanken-Karussell auszubrechen ist schwer. Sich einem wahren Könner anzuvertrauen ist sicher ein guter Anfang um sich selbst auf die Spur zu kommen und noch unentdeckte Qualitäten zum Leuchten zu bringen.

Wie gelingt es, ein persönlich erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen? Was sind die wichtigsten Schritte auf dem Weg zu diesem Ziel?

Brandes: Es wäre vermessen die Komplexität des Lebens und die Wunder des eigenen Potenzials, die jeder von uns hat, auf eine einfache Gebrauchsanleitung zu reduzieren. Ein guter Anfang ist, sich selbst ernst zu nehmen. Viele kennen diese leise innere Stimme: „War’s das schon? Das kann’s doch noch nicht gewesen sein!“ Wenn wir diese Stimme als Luxusproblem abtun, im Sinne von, „man sollte doch mal zufrieden sein“ beginnt die Unzufriedenheit. Also sollten wir ihr Gehör verschaffen. Dann kann man beginnen sich dem Wesentlichsten anzunehmen: dem eigenen Wesen.

Auf die Fragen „wer bin ich, was zeichnet mich aus, was habe ich für Bedürfnisse, Ziele und Träume und wie lebe ich entlang meinen eigenen Werten?“ haben die meisten nur eine vage Antwort. Diese Lücken zu füllen heißt die Löcher im Herzen zu füllen. Da beginne ich zu erkennen, was für mich stimmt und was nicht. Dann kann ich bestimmen, mich danach auszurichten. Dann wird das Leben freud-voll und sinn-voll.

Sie schreiben „unsere größten Feinde sind Ablenkung, Ausreden, Aufschieben, Unentschlossenheit und Zweifel“. Wie können wir diese besiegen?

Brandes: Wir werden täglich bombardiert mit Lärm und ständiger Verführung. Wir können alles haben. Jederzeit. Von überall her. Wir sehnen uns nach Selbstverwirklichung und verwechseln sie mit Selbstbefriedigung. Vergnügen ist wichtig, aber das führt nicht zur Selbstentfaltung. Diesem Sog gilt es sich zu entziehen. Das braucht ziemlich viel Effort. Das ist nicht einfach. Hier kommt wieder ein Profi ins Spiel. Wenn wir Golf spielen lernen wollen, fällt es uns auch nicht ein, das alleine zu tun.

Sie sagen „wo die Angst ist, ist der Weg“. Was bedeutet das?

Brandes: Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Angst frisst Seelen auf. Tatsächlich ist Angst der Grund Nr. 1, warum Menschen nicht weiterkommen, stecken bleiben oder erst gar nicht anfangen. Wir können nie weiter kommen als die Angst. Alles Wesentliche, was wir uns wünschen, liegt auf der anderen Seite der Angst.

Deswegen ist es so wertvoll sie nicht wegzudrücken, sondern hinzuschauen, wo die Angst steckt und dann mit ihr zu arbeiten. Es gibt keine Pille gegen die Angst. Es gibt nur einen Weg aus der Angst und der führt durch sie hindurch indem man sich ihr stellt. Dann finden nicht Abbrüche sondern eben Durchbrüche statt. Und das ist wirklich, wirklich cool.

Welche Bedeutung kommt dabei Frauen in ihrer besonderen weiblichen Kraft oder Frauen-Power zu?

Brandes: Ganz einfach ausgedrückt, halten Frauen evolutionsmäßig seit tausenden von Jahren die Gemeinschaft zusammen. Sie nähren sie mit Fürsorge, Trost und sorgen für das allgemein Wohl. Diese soft Factors haben auch Männer aber wir sprechen sie vor allem den Frauen zu. Es sind diese weichen Fähigkeiten, die jetzt und in Zukunft gefragter und notwendiger sind denn je.

Der berühmte Zukunftsforscher John Naisbitt sagte einmal: „Je mehr High Tech wir haben, desto mehr High Touch brauchen wir.“ Echte Verbundenheit, Liebe und Zugehörigkeit können wir nicht downloaden. Begegnung, Fürsorge und Nähe sind keine Apps. Für eine menschliche Zukunft brauchen wir Menschen, welche die Technologie nutzen und dem Menschen nützen, nicht umgekehrt.

Sie hatten in Ihrer Arbeit als Coach auch häufig mit außergewöhnlich erfolgreichen Managern oder Unternehmern zu tun, die ein Ziel nach dem anderen erreichen, gleichzeitig aber trotz Reichtum, Macht und Status keine nachhaltige Erfüllung in ihrem Tun finden. Bei einigen steht hinter dem äußeren Glanz und Ruhm des Erfolges sogar eine tiefere innere Leere. Wie kann das sein?

Brandes: Was wünschen sich Menschen, die scheinbar alles erreicht haben? Mehr Erfolg – aber einer mit Substanz, Selbsttreue, mehr Sinnhaftigkeit und einem guten Lebensgefühl. Wir beginnen die Karriere als Experten. Wir kämpfen um unseren Platz in der Welt. Wir orientieren uns am Außen. Wir erfüllen die Erwartungen, die andere an uns stellen.

Aber irgendwann haben wir uns als Experte bewiesen, Positionen erreicht und vielen ihre Wünsche ermöglicht. Und plötzlich klafft eine innere Wunde unübersehbar immer mehr auf, die auch mit viel Energie und Disziplin nicht unter Verschluss zu halten ist: die eigene Sehnsucht. Sie kann nicht mit weiteren Goldmedaillen wie Prestige, Status und Macht abgespiesen werden.

Sie ist nur zu stillen, wenn man beginnt, das innere Gold zu schürfen, die eigenen Erwartungen zu ergründen und die eigenen, wahren Wünsche zu ermöglichen. Das ist weder Psychotherapie noch Egoismus sondern eine „normale“ Entwicklung. Der Mensch ist im Kern pure Möglichkeit. Wenn er diesen Kern nicht zu Tage fördert, dann verkümmert er.

Viele Menschen, die sich bisher kein finanzielles Polster aufbauen konnten, scheuen oft den Schritt, einen ungeliebten Job aufzugeben und ihrer Berufung zu folgen. Sie sind auf das Einkommen aus dem Job angewiesen, um sich oder ihre Familie zu ernähren. Gleichzeitig ist ihre Freizeit oft mit familiären Verpflichtungen und der Erziehung der Kinder mehr als ausgefüllt. Welche Möglichkeiten haben diese Menschen, um das Hamsterrad zu verlassen und ein selbsterfülltes Leben zu führen, indem sie gleichzeitig ihr Leben finanzieren und der Familie gerecht werden können?

Brandes: Ich kann diese Gedanken verstehen. Was können Sie tun um aus dem Hamsterrad auszubrechen? Was können Sie machen, wenn die Umstände schwierig sind? Was können Sie ändern, wenn alles schief läuft? Was können Sie tun, wenn Sie nicht wissen, was tun? Vieles.

Menschen zeigen, dass sie Bemerkenswertes schaffen. Weil der Mensch bemerkenswert ist. Er kann aus Nichts Dinge schaffen. Er kann Missstände in Erfolge verwandeln. Er kann aus wenig Startkapital ein Vermögen machen. Ungeachtet aller Umstände. Der Weg ins bessere Leben beginnt mit einer Entscheidung. Und der Haltung, dass das geht. Haltung bestimmt was wir wählen. Was wir wählen bestimmt das Resultat. Es geht um die innere Arbeit und die kann man tun, ungeachtet aller Umstände.

 

Interview mit Nicole Brandes: „Weiblich, wild und weise – selbstbewusst, selbstbestimmt, selbsterfüllt“

 

Sie selbst haben eine sehr bewegte Lebensgeschichte und zunächst erfolgreich Karriere in internationalen Konzernen gemacht. Was waren die wichtigsten Stationen? Wann und wie haben Sie gemerkt, dass Sie ihr Leben ändern möchten?

Brandes: Ja, ich durfte eine sagenhafte Karriere machen. Nicht linear und graduell sondern in Quantensprüngen: vom Nobody zur Delegierten der Konzernleitung, dann zum Direct Report vom CEO der größten Privatbank der Welt und in weitere Spitzenpositionen der Finanzindustrie bis hin zu Königin Silvia von Schweden als meiner Chefin. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich arbeitete wie verrückt und jagte der irrigen Annahme nach: je mehr Erfolg, desto mehr Glück. Aber als ich auf dem Gipfel des Erfolgs meiner eigenen inneren Leere begegnete und die auch mit aller Disziplin so unerträglich wurde, musste ich die Reißleine ziehen. Ich warf meine Karriere ohne Plan über Bord.

Wie haben Sie den Ausstieg aus den starren Strukturen und Hierarchien und den Sprung in die Selbständigkeit geschafft? Wie gelang der Erfolg als Management-Coach, Vortragsrednerin und Buch-Autorin?

Brandes: Das passierte nicht freiwillig sondern aus Schmerz. Und es geschah nicht von heute auf morgen. Ich ging erst mal für ein paar Monate tauchen! Erst im Ozean, dann in meiner Seele. Mich beschäftigt bis heute die Frage: Was beflügelt den Menschen? Wie bringe ich einen Erfolg zustande, der mich erfreut, stärkt und energetisiert und nicht mein ganzes inneres System lahm legt?

Ich begann intensiv zu forschen, reiste dazu tatsächlich um die Welt und durfte von vielen Koryphäen lernen. Bis heute fasziniert mich alles, was den Menschen bewegt und ihm hilft, ein erfolgreiches, erfülltes Leben zu leben.

 

Was waren die wichtigsten lessons learned aus ihrer eigenen, bewegenden Lebensgeschichte? Was treibt Sie persönlich im Kern an?

Brandes: In meinen größten Krisen wurde mir bewusst, dass wir weit mehr als „nur“ Experten und High Performer sind und trotzdem verhalten wir uns so. Ich realisierte, ich war in vielen Disziplinen top aber in Sachen „Lebensdisziplin“ hatte ich viel aufzuholen. Aber dort beginnt die Magie. Und die beginnt bei der eigenen Vision. Wir brauchen etwas, das uns in eine verheißungsvolle Zukunft zieht.

Wir werden von fünf Dingen beeinflusst: vom Umfeld, von Ereignissen, von anderen Menschen und vom Wissen, das wir haben. Der größte Einfluss haben jedoch unsere Träume. Wir beklatschen Visionäre im Business und finden es normal, dass Unternehmen eine klipp und klare Vision haben aber als Mensch haben wir sie nicht. Alles beginnt mit der präzisen Vision. Wenn wir sie nicht haben, funktionieren wir einfach. Wenn wir sie verlieren stürzen wir innerlich ab.

Es gilt nicht nur viel zu haben wovon wir leben, sondern auch wozu wir leben. Wenn wir beginnen zu träumen ohne Träumer zu sein, dann werden wir beflügelt, inspiriert und können Unfassbares erreichen. Mich fasziniert und beglückt es, Menschen zu begleiten ihre höchste Vision zu entwickeln und sie zu leben. Das Schöne daran ist, sie schießt nie an der Sinnhaftigkeit vorbei.

Sie sind seit über zwanzig Jahren Management-Coach und führen zahlreiche Workshops und Seminare durch. Was genau bieten Sie für welche Zielgruppe an?

Brandes: Ich habe das große Privileg mit ganz unterschiedlichen Menschen zu arbeiten – Executives, Schauspieler, Top Athleten, Offiziere, Serial Entrepreneure und Ärzte, ein erfolgreicher Business Punk und ein Rockstar sind auch dabei. Alles sind ambitionierte Suchende mit dem Wunsch das Eigene, Echte zu leben und dem Wesentlichen Ausdruck zu verleihen. Dann entsteht Erfolg mit den guten Gefühlen der Selbsttreue, der inneren Freiheit und eben der Sinnhaftigkeit. Da wird so viel mehr möglich.

Dazu habe ich mein Online Live Trainingscamp, in dem ich die sechs Dimensionen außergewöhnlichen Erfolgs vermittle und trainiere. So ist es zugänglich von überall von der Welt. Wir hatten schon mal jemand, der sich vom Himalaja aus einwählte! Dann arbeite ich im VIP Coaching intensiv mit einer Handvoll Menschen, die im 1:1 schneller voran kommen wollen.

Was ist abschließend Ihr wichtigster Rat für Menschen, die sich nach einem selbstbestimmten und erfüllten Leben sehnen?

Brandes: Just do it! Je früher desto besser. Ich habe im Coaching immer wieder Menschen, die dem Leben nachtrauern und das Gefühl haben, sie hätten das Leben verpasst. Das erfüllte Leben findet nicht im Hamsterrad statt. Für ein erfülltes Leben muss man sich entscheiden. Und es sich zur Priorität machen.

Was ist für Sie persönlich der Sinn des Lebens? 

Brandes: Die volle Fülle des Lebens zu leben – nie auf Kosten anderer – und die eigene Fülle dem Leben zu geben. Wenn wir es uns erlauben, den Reichtum des Lebens zu genießen ohne davon abhängig zu sein, dann bringt das Freude. Und wenn wir uns ermöglichen das Beste aus uns selbst herauszuholen und das einem größeren Ganzen zur Verfügung zu stellen, dann blühen wir auf. Zu Blühen ist ja der Sinn allen Lebens. Das wünsche ich jedem.

Weitere Informationen unter:  www.nicolebrandes.ch

 

Fotos: Nicole Langholz

 

 

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