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„Das weiße Segel: Wohin der Wind des Glücks dich trägt“ von Sergio Bambaren

1. Juni 2017 0 comments
Sergio Bambaren das weiße Segel

„Nur wer seine Träume lebt, kann die Sehnsucht stillen“ ist das bestimmende Thema des Buches „Das weiße Segel: Wohin der Wind des Glücks dich trägt“ von Sergio Bambaren. Das Werk ist eine Mischung aus Roman und Ratgeber. Von außen betrachtet haben sich Kate und Michael mit Anfang Dreißig ein erfolgreiches Leben aufgebaut. Doch weder ihr Job, noch ihre Ehe sind wirklich erfüllend. Sie haben das Gefühl, dass das Leben an ihnen vorbeizieht und sie nicht so leben, wie sie eigentlich wollten. Sie erkennen, dass sie etwas verändern müssen, um sich wieder lebendig zu fühlen. Um aus dem Hamsterrad des Alltags auszubrechen, beschließen beide, alles hinter sich zu lassen und zu einer großen Reise ins Ungewisse aufzubrechen. Eine Segeltörn durch den Südpazifik, die ihr Leben für immer verändert.

Kate und Michael geben alles auf und segeln durch den Südpazifik

Eigentlich kann sich Michael nicht über seinen Job beklagen. Er verdient gutes Geld, und im Grunde mag er seine Arbeit. „Es ist nur so, dass ich mich manchmal frage, ob das alles ist, was ich je mit meinem Leben anfangen werde. Alles ist nur noch Routine, und oft denke ich, dass ich lieber etwas Lohnenderes tun würde. Nicht unbedingt in finanzieller Hinsicht, sondern eher etwas, das meiner Existenz einen tieferen Sinn verleiht und gleichzeitig mein Leben und das anderer Menschen bereichert“, sagt Michael. Schließlich entschließt er sich zusammen mit seiner Frau Kate für ein großes Wagnis: Beide geben ihre Karriere auf, verkaufen ihren gesamten Besitz, kaufen sich ein altes Segelschiff und stechen von Auckland aus in See. Vor ihnen liegt ein großes Abenteuer. Die Seereise führt sie von Neuseeland durch die wunderschöne Inselwelt des Südpazifiks, zu den Fidschiinseln, nach Neukaledonien und Tonga.

 

Es ist wichtig, seinen Träumen zu folgen

„Ich bin überzeugt, dass immer mehr Menschen einsehen werden, wie wichtig es ist, seinen Träumen zu folgen“, schreibt Sergio Bambaren im Vorwort. Die Entdeckungsreise zum Ich beginnt für ihn in unserem Inneren und endet mit dem, was wir tun, um das Leben anderer zu bereichern. Nur indem wir geben und zugleich zu empfangen lernen, treten wir offen und positiv mit anderen Menschen in Verbindung, sagt Bambaren. „Aus eigener Erfahrung kann ich mit absoluter Gewissheit versichern, dass wir so groß sind wie unsere Träume, denen wir nachstreben. Wenn wir unsere Träume von ganzem Herzen verfolgen, werden wir unserem Leben eine tiefe Bedeutung geben und ziemlich sicher das erreichen, was wir uns einst vorgenommen hatten. Wir leben nur einmal. Doch wir können dieses eine Dasein, das uns geschenkt ist, so gestalten, dass wir am Ende der Reise das Gefühl haben, Tausende von Leben gelebt zu haben. Dies, so glaube ich, ist das Ziel, das wir mit aller Kraft anstreben sollten“, so der Autor.

Inspiration und Lebensweisheiten von Henry David Thoreau und Thomas Blake

Inspiration lässt Sergio Bambaren seinen Protagonisten Michael aus Texten und Lebensweisheiten alter Dichter und Denker schöpfen:

 Henry David Thoreau:

„…Ich wollte sehen, ob ich nicht lernen könne, was es zu lernen gibt, um nicht, wenn es ans Sterben ging, die Entdeckung machen zu müssen, nicht gelebt zu haben.“

„…Wer vertrauensvoll auf seinem Lebenspfad vorwärts schreitet und bestrebt ist, das Leben, das er sich vorgestellt hat, zu leben, wird von einem Erfolg begleitet sein, der gewöhnlich nicht zu erwarten ist.“

Thomas Blake:

„Stell dir etwas vor, und du wirst es erreichen. Träume davon, und du wirst dazu werden. Vertraue dir selbst, denn du weißt mehr, als du glaubst.“

„Unter allen Wegen, die du im Leben einschlagen kannst, befindet sich einer, der bedeutsamer ist als alle anderen. Dies ist der wahre Pfad, der dich verändern und zu einem wahren Menschenwesen machen wird.“

Die Zeit: nicht unser schlimmster Feind, sondern unser bester Verbündeter

Tiefe Anregungen und Lebensweisheiten erhalten Michael und Kate auch von zahlreichen Menschen, die sie auf ihrer Reise treffen, wie etwa Häuptling Tamuni, den sie auf einer entlegenen Insel im Südpazifik kennenlernen. Er sagt, für manche Menschen sei die Zeit ihr Feind, der sie ihr ganzes Leben lang verfolgt, bis sie sterben. „Dies ist die Angst derer, die wissen, dass sie ihr Leben vergeuden. Für sie wird die Zeit immer ihr schlimmster Feind sein. Aber für diejenigen, die endlich Frieden mit sich selbst gefunden und das Wesen der Sterblichkeit begriffen haben, wird die Zeit zu einem stillen Begleiter, einem kostbaren Besitz, einer Erinnerung daran, jeden Moment unseres Lebens auszukosten, ohne ihn für selbstverständlich zu nehmen. Und tatsächlich ist die Zeit nicht unser schlimmster Feind, sondern unser bester Verbündeter“, sagt Tamuni.

Die Gefahr im Leben besteht darin, niemals ein Risiko einzugehen

Am Ende ihres Südpazifik-Segeltörns gerät das Paar schließlich in einen schweren Sturm und ist den Naturgewalten hilflos ausgeliefert, es geht um Leben und Tod. Doch Kate und Michael trotzen der Gefahr und erkennen: Die einzige Gefahr im Leben besteht darin, niemals ein Risiko einzugehen. Letztendlich haben beide auf dieser Reise Antworten auf Fragen bekommen, von denen sie glaubten, sie in einem ganzen Leben nicht zu finden. Kate sagt: „Eine Menge Menschen beginnen heute, ihr Leben in vollen Zügen zu leben, jeder auf seine einzigartige Weise. Ich glaube, wir erkennen langsam, dass wir nur dieses einzige, kostbare Dasein besitzen, dass uns geschenkt worden ist, und dass jede Sekunde zählt, wenn man sich ein Leben mit Sinn aufbauen will.“

„Diese Fahrt hat unser Leben verändert und bereichert, und ich schätze, es ist unsere Pflicht, anderen zumindest mitzuteilen, was wir gesehen und erfahren haben. Nun müssen wir noch lernen, mit diesem Wissen andere Menschen zu erreichen, die sich ebenfalls auf der Suche befinden….Heute weiß ich mit Bestimmtheit, dass jeder tun kann, was wir geschafft haben: seine Träume verwirklichen und ein besserer Mensch werden. Jeder auf seine eigene, einzigartige Weise“, sagt Michael. Schließlich findet Michael seine neue Bestimmung: ein Buch über seine Erlebnisse zu schreiben und andere daran teilhaben zu lassen. „Eine großartige Idee“, bestärkt ihn Kate.

Fazit:

Das 2002 im Piper Verlag erschienene Buch „Das weiße Segel: Wohin der Wind des Glücks dich trägt“ von Sergio Bambaren ist eine äußerst lesenswerte, inspirierende und motivierende Mischung aus Roman und Ratgeber. Es zeigt, wie wichtig es ist, sein Leben zu hinterfragen, aus der Alltagsroutine auszubrechen und seine Träume nicht zu vergessen. Nachdruck verleiht Bambarens Werk die Tatsache, dass es autobiographische Züge trägt und Sergio Bambaren selbst seine Karriere als Ingenieur aufgegeben hat, um Schriftsteller zu werden und sich seiner Leidenschaft für das Meer zu widmen.

Zum Autor: Sergio Bambaren

Sergio Bambaren Roggero wurde am 1. Dezember 1960 in Lima, Peru, geboren und besuchte die britische High-School. Schon als Kind entdeckte er seine Leidenschaft für den Ozean, eine Liebe, die ihn sein Leben lang prägte und ein Auslöser für ihn war, sich auf das Wagnis eines Lebens als Schriftsteller einzulassen. Bambaren studierte an der Texas A&M University USA Chemotechnik und reiste als leidenschaftlicher Surfer in zahlreiche Länder wie Mexiko, Kalifornien oder Chile. Später wanderte er nach Sydney, Australien, aus und arbeitete dort als Verkaufsleiter. Auf der Suche nach der perfekten Welle unternahm er weitere zahlreiche Reisen, etwa nach Südostasien oder an die afrikanische Küste. Nach einigen Jahren in Sydney legte er ein Sabbatical ein und reiste nach Europa. An einem wunderschönen Strand in Portugal schloss Bambaren Freundschaft mit einem einsamen Delphin, der ihn dazu inspirierte, sein erstes Buch, „Der träumende Delphin – Eine magische Reise zu dir selbst“, zu schreiben.

Lebenstraum Schriftsteller, Liebe zum Ozean

Zurück in Sydney schlug Bambaren das verlockende Angebot des renommierten Verlages Random House aus, seinen Roman zu publizieren – denn die vorgeschlagenen Änderungen würden die Botschaft seines Buches für ihn zu sehr verändern. So entschloss er sich 1996, sein Buch selbst im Eigenverlag zu veröffentlichen. Diese Entscheidung veränderte sein Leben radikal: Sein Buch „Der träumende Delphin“ wurde in Australien mehr als 60.000 mal verkauft, in fast 30 Sprachen übersetzt und avancierte auch international zum Bestseller. So wurde sein Lebenstraum, Schriftsteller zu werden, Wirklichkeit.

Persönliches Engagement für den Schutz der Meere

Es folgten zahlreiche weitere Bücher, darunter „Ein Strand für meine Träume“, „Das weiße Segel“ und „Der Traum des Leuchtturmwärters“. Zuletzt erschien in Deutschland im Frühjahr 2016 „Das Fenster zur Sonne – ein Buch für Freiheitsliebende“. Darüber hinaus engagiert sich Sergio Bambaren für den Schutz der Ozeane, unter anderem als Vizepräsident der ökologischen Organisation „Mundo Azul“. Außerdem arbeitet er mit „Dolphin Aid“ zusammen, einer Organisation, die sich auf die Therapie behinderter Kindern durch den Kontakt zu Delphinen spezialisiert hat. Heute lebt Sergio Bambaren wieder in seiner Heimatstadt Lima in Peru und verfolgt sein Lebensmotto „Lass dich nicht von deinen Ängsten daran hindern, deine Träume wahr zu machen!“. Weitere Informationen unter www.sbambaren.com

Bilder: Pixabay, Amazon


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