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Interview mit Monika Matschnig: „Körpersprache: Sicher auftreten und Menschen gewinnen“

17. Juli 2017 0 comments
Interview mit Monika Matschnig: „Körpersprache: Sicher auftreten und Menschen gewinnen“

Körpersprache und Stimme machen über 80 % unserer Wirkung auf andere aus. Durch unsere Haltung, Gestik und Mimik zeigen wir stets unsere wahren Gedanken und Gefühle und präsentieren uns souverän oder unsicher. Die charismatische Bestsellerautorin, Diplom-Psychologin und Coach Monika Matschnig ist laut ARD, ZDF oder Focus Deutschlands Körpersprache-Expertin Nr. 1. 2016 wurde sie als Keynote-Speakerin des Jahres ausgezeichnet. Im Interview erklärt Monika Matschnig, wie wir unsere Wirkung auf andere verbessern können, unsere innere Haltung mit dem körperlichen Ausdruck in Einklang bringen und so auch unser Selbstbewusstsein steigern können.

Welche Bedeutung hat die Körpersprache in der zwischenmenschlichen Kommunikation? Wieso wird sie häufig unterschätzt?

Matschnig: Eine sehr hohe! Mit Worten kann ich vieles sagen, doch der Körper spricht die Wahrheit. Wir haben jedoch verlernt, bewusst auf unsere Körpersprache zu achten. Deswegen legen wir den Fokus in der Kommunikation meist verstärkt auf die Worte. Doch nur die gemeinsame Betrachtung von Worten und Wirkung lässt die richtigen Rückschlüsse darüber zu, ob es sich wirklich um ein stimmiges Verhalten handelt oder nicht.

Jeder, der sich aktiv mit Körpersprache beschäftigt, kann seine Kommunikation enorm verbessern. So können wir Menschen besser verstehen und auch versteckte Botschaften erkennen. Und wir selbst können andere leichter überzeugen und werden besser verstanden.

Wirken wir wirklich, wie Sie sagen, immer und überall, ob wir wollen oder nicht?

Matschnig: Ja! Sobald wir in Kontakt mit einer Person treten, entsteht Kommunikation und dabei ist zunächst nur die nonverbale Kommunikation entscheidend. Denken Sie etwa nur an ein Bewerbungsgespräch: Wenn der Bewerber mit schlaffer Haltung und gesenktem Blick erscheint und sich dann noch förmlich an seinem Sessel festkrallt, dann wird er mit Sicherheit nicht eingestellt, sofern das Unternehmen nicht Mitleid mit ihm hat.

Oder stellen Sie sich vor, es kommt ein Redner auf die Bühne, verbarrikadiert sich hinter dem Rednerpult, setzt den Professoren-Blick auf, blickt über die Lesebrille hinweg ins Publikum und beginnt eine „Leseübung“. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zuhörer nach kurzer Zeit gegen ihre Müdigkeit ankämpfen müssen, ist sehr hoch.

Mein Motto lautet: Die Wirkungskompetenz hat die Sachkompetenz überholt! Wenn wir heutzutage nicht passend wirken, dann werden wir nicht gesehen, nicht gehört und nicht verstanden! Das gilt für die unterschiedlichsten Situationen.

 

Interview mit Monika Matschnig

 

Warum ist es so wichtig, sich seiner Wirkung auf andere bewusst zu werden?

Matschnig: Der springende Punkt ist doch: Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie sie auf andere wirken. Und dann fragen sie sich, warum ihre Botschaft nicht ankommt. Das Problem: Selbst- und Fremdbild klaffen häufig auseinander. Es geht darum, mal einen Blick in den Spiegel zu werfen und sich selbst zu reflektieren.

Denn bevor ich andere verurteile, sollte ich mich zuallererst selbst beurteilen! Und mir selbst die Frage stellen: Bin ich vielleicht selbst der Grund für die Reaktion meines Gegenübers? Nur, wenn ich mir meiner eigenen Wirkung bewusst bin, habe ich auch die Chance, mein Verhalten zu optimieren – und das passend zu meinem Persönlichkeitstypus.

Wieso zählt wie wir etwas sagen meist mehr, als was wir sagen?

Matschnig: Die wertvollsten Inhalte sind Schall und Rauch, wenn sie nicht überzeugend und emotional präsentiert werden. Körpersprache, Sprache und Inhalt müssen auch kongruent sein, dass heißt, sie müssen übereinstimmen und im Einklang miteinander sein.

Das wichtigste Ziel bei einem Vortrag, in einem Meeting oder in einem Gespräch muss sein, dass Sie in guter Erinnerung bleiben. Und das geschieht nur mit einer lebendigen Körpersprache und einer bildhaften Sprache. Zahlen, Daten und Fakten gehen bei den Zuhörern meist in das eine Ohr rein und aus dem anderen gleich wieder heraus.

Emotionale Lebendigkeit schaffen Sie durch Metaphern, Beispiele, Analogien oder spannende Geschichten – kurzum mit einer visuellen Sprache. Das, was Sie sagen, muss Ihr Gegenüber auch fühlen können, sonst verpufft die Wirkung Ihrer Aussagen komplett. Wenn wir nicht bildhaft sprechen, dann ist es auch schwierig, die Körpersprache einzusetzen.

Es heißt, für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wie wichtig ist er wirklich und wie können wir es schaffen, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen?

Matschnig: Der erste Eindruck ist sehr wichtig! Es dauert ungefähr nur 0,15 Sekunden, bis man den entscheidenden ersten Eindruck über seinen Gesprächspartner gewonnen hat und ihn in die Schublade „sympathisch“ oder „unsympathisch“, „kompetent“ oder „inkompetent“ steckt – sei es im Beruf, in der Liebe oder in anderen Bereichen des Lebens.

Bei einem ersten Aufeinandertreffen sollten wir immer das Ziel verfolgen, Sympathie zu erzeugen. Denn nur dann ist mein Gegenüber aufmerksam und fasst Vertrauen. Ohne Aufmerksamkeit und Vertrauen kann kein Interesse entstehen. Was sind nun aber die goldenen Sympathieregeln? Es ist einfacher, als Sie denken.

Die goldenen Sympathieregeln für einen positiven ersten Eindruck: 

  1. Nutzen Sie die Macht der Akzeptanzresonanz! Stellen Sie sich einfach vor, dass Sie Ihren Gesprächspartner mögen! Oder suchen Sie bewusst nach etwas Positivem an Ihrem Gegenüber. So strahlen Sie beim Erstkontakt automatisch etwas Positives aus. Die Wirkung? Ihr Gegenüber mag Sie! Also, mögen Sie Ihren Gesprächspartner und suchen Sie bewusst das Positive!
  2. Nutzen Sie das Gesetz der Reziprozität! Tun Sie Ihrem Gesprächspartner am Anfang etwas „Gutes“, indem Sie ihm zum Beispiel eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen. So können Sie für einen kleinen „Wow-Effekt“ sorgen. Das verbessert die Atmosphäre und Ihr Gegenüber wird sich indirekt verpflichtet fühlen, Ihnen etwas zurückzugeben.
  3. Strahlen Sie Selbstsicherheit aus! Durch einen aufrechten, dynamischen Gang und einen sicheren, festen Stand auf beiden Beinen. Dadurch vermitteln Sie Energie, eine gute „Bodenhaftung“ und signalisieren die Bereitschaft, auf andere zuzugehen.

Und die zwei wichtigsten Regeln sind:

  1. Blickkontakt schafft Kontakt! Blicken Sie Ihrem Gegenüber für einen Gedanken lang tief in die Augen. Suchen Sie die Augenfarbe Ihres Gegenübers – das ist genau die richtige Zeitspanne für diesen Blickkontakt.
  2. Lächeln Sie! Das Lächeln, das Sie aussenden, wird zu Ihnen zurückkehren.

Mit diesen kleinen Tipps werden Sie beim ersten Eindruck mit Sicherheit viele Sympathiepunkte sammeln.

 

 

Interview mit Monika Matschnig

 

Kann man lernen, die eigene Wirkung auf andere Menschen zu verbessern, sich positiver darzustellen und gewinnend aufzutreten?

Matschnig: Natürlich! Es gibt zwar Experten, die behaupten, das funktioniert nicht – doch das ist zu einfach gedacht. Aber es ist auch noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wir haben uns ein Verhalten antrainiert, das wir ändern können: Durch wirkungsvolle Gesten, eine selbstbewusste Haltung und die passende Einstellung. Und all das passend zum jeweiligen Persönlichkeitstypus.

Wirklich jeder kann seine Körpersprache und seine Wirkung auf andere verbessern. Und hier spreche ich aus eigener Erfahrung: In meinen zwei Tages-Intensiv-Seminaren habe ich schon wahre Metamorphosen erlebt. Warum passiert das? Weil jeder einzelne Teilnehmer sich zwei volle Tage lang nur mit seiner eigenen Wirkung beschäftigt! Der wichtigste Schritt dafür ist der eigene Wille! Und dann gehört noch Übung und Training dazu, damit sich das Verhalten internalisiert.

Wie wichtig ist dabei die Authentizität? Wie kann man beim gezielten Einsatz von Körpersprache verhindern, gekünstelt oder wie ein Schauspieler zu wirken?

Matschnig: „Authentisch sein“ ist meiner Meinung nach so und so ein Trugschluss. Die Wahrheit ist: Wir müssen uns permanent selbst darstellen, „spielen“ und in konstante Rollen schlüpfen. Kurz gesagt: Wir müssen uns inszenieren! Niemand kann wirklich von sich aus behaupten: „Ich bin authentisch!“ Authentizität wird einem immer zugeschrieben. Also, man braucht dafür immer einen Beobachter.

Somit ist es für jeden einzelnen Menschen wichtig, die Rollen zu finden, die zu ihm passen. Rollen, in denen wir uns als Akteur wohlfühlen, aber trotzdem dabei gleichzeitig die Erwartungen unserer Beobachter erfüllen. Dabei gibt es drei wichtige Faktoren:

  1. Die passenden inneren Rollen zu finden.
  2. Die Rollen nach außen zu transportieren.
  3. Den Beobachtern gerecht zu werden.

Das gilt insbesondere für das Berufsleben. Je höher die Position eines Menschen ist, desto besser muss seine Performance, desto besser seine Vorstellung sein.

 

Interview mit Monika Matschnig, Körpersprache

 

Wer sich nur oberflächlich mit diesem Thema beschäftigt kann dazu neigen, bestimmte Gesten falsch zu interpretieren. Wie etwa, dass verschränkte Arme Ablehnung oder Desinteresse bedeuten. Wie können wir solche Missverständnisse vermeiden?

Matschnig: Da haben Sie schon einen Mythos aufgedeckt! Das Verschränken der Arme ist in den meisten Fällen lediglich das Einnehmen einer bequemen Haltung und hat sonst gar nichts zu bedeuten! Ganz wichtig: Es ist fahrlässig, aufgrund nur eines einzigen Signals Rückschlüsse auf die Gedanken des Gesprächspartners zu ziehen!

Folgende 4 Punkte sollten Sie bei der Interpretation der Körpersprache unbedingt beachten:

  •  Erforschen Sie die Baseline! Das bedeutet, dass jeder Mensch seine individuelle Körpersprache besitzt. Denken Sie nur an die klassische Haltung von Angela Merkel, das berühmte „Spitzdach“, die mit beiden Händen geformte Raute. Es bedeutet Nichts! Es ist eine reine Gewohnheit, die zu ihr gehört, ihre persönliche Baseline. Jeder Mensch ist einzigartig und zeigt daher auch ein persönliches körpersprachliches Muster. Identifizieren Sie die persönliche Baseline Ihres Gesprächspartners. Beobachten ist die Basis, um Verhaltensänderungen leichter wahrzunehmen.
  • Achten Sie auf sogenannte „Cluster“! Das sind Ansammlungen von verschiedenen Gesten, Gesichtsausdrücken und Bewegungen. Erst dann können Sie die Körpersprache Ihres Gegenübers entschlüsseln.
  • Erkennen Sie universelle Signale! Es gibt körpersprachliche Signale, die bei allen Menschen ähnlich, ja sogar identisch sind. Denn Emotionen sind universell, auch international. Wenn etwa jemand seine Lippen zusammenpresst und eine Zornesfalte auf der Stirn sichtbar wird, dann sind garantiert Wut oder Zorn im Spiel. Hebt jemand die Schultern an, um seinen empfindlichen Halsbereich zu schützen, ist sein Kopf starr und bewegen sich nur noch die Augen, kann man davon ausgehen, dass dieser Mensch ängstlich ist oder zumindest in diesem Moment Angst hat.
  • Setzen Sie Signale in den Kontext! Körpersprache fällt in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich aus, abhängig von gesellschaftlichen und beruflichen Normen, den kulturellen Gepflogenheiten, dem Geschlecht und den Erwartungen der Zuhörer, Mitarbeiter oder Bekannten. Mit einem gleichrangigen Gesprächspartner werden Sie anders sprechen als mit einer Person, die einen untergeordneten Status hat. Je nach Situation passt sich auch Ihre Körpersprache an.

Was sind die wichtigsten Zeichen beim Flirten? Was spricht für Sympathie?

Matschnig: Mein Gott, da gibt es unzählige! Für Sympathie sprechen ein zugewandter Oberkörper, intensiver Blickkontakt, ein Verringern der Distanz, ein subliminales oder unbewusstes Berühren des anderen oder ein intensives, überschwängliches Lächeln. Für Antipathie gilt schlicht und einfach das Gegenteil.

Wie können wir erkennen, ob jemand nicht die Wahrheit sagt?

Matschnig: Wichtige Zeichen sind adaptive Reaktionen. Das sind Nervositätssignale, wie wegputzende, wegwischende oder flüchtige Bewegungen. Erfahrene Lügner haben diese jedoch meist bestens unter Kontrolle. Nicht zu vernachlässigen sind auch vegetative Reaktionen, die niemand unter Kontrolle hat. Dazu zählen etwa ein erhöhter Lidaufschlag, vergrößerte Pupillen, eine erhöhte Stimmlage, um nur einige zu nennen.

Können wir durch die richtige Körperhaltung auch unser Selbstbewusstsein stärken?

Matschnig: Ja, Körpersprache und Gedanken bilden eine Einheit. Ich kann mein Selbstbewusstsein von innen nach außen stärken oder umgekehrt. Das heißt, dass ich durch die Einnahme einer selbstbewussten Körperhaltung auch Selbstbewusstsein entwickeln kann.

Wie funktioniert das? Dabei ist es hilfreich, sich zu „erden“. Das bedeutet, sich in Beckenbreite fest auf den Boden zu stellen. Dann muss man Spannung aufbauen, indem man sich eine „virtuelle Erbse“ zwischen die Pobacken klemmt und sich drei Zentimeter größer machen. Wichtig ist dabei, den Kopf gerade zu halten, damit man nicht arrogant wirkt. So fühlen Sie sich nicht nur selbstsicherer, sondern strahlen auch mehr Selbstbewusstsein aus.

 

Monika Matschnig, Vorträge, Seminare

Sie beraten auch zahlreiche Manager und Politiker für eine bessere Wirkung bei öffentlichen Auftritten. Was sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Vorträge, Besprechungen oder Präsentationen?

Matschnig: Entscheidend ist, dass die Inhalte von Emotionen und der Körpersprache getragen werden, denn erst dann wirken Menschen authentisch und glaubwürdig! Drei Intentionen sind dabei besonders wichtig: Offenheit signalisieren, in Kontakt mit dem Gesprächspartner oder dem Publikum treten und Begeisterung ausstrahlen. Wer diese Ziele beherzigt, hat große Chancen, authentisch, glaubwürdig und überzeugend rüberzukommen.

Was heißt das genau? Offenheit, sollte das wichtigste Ziel der Performance sein! Wirken Sie defensiv oder unsicher, weil Ihre Körpersprache verschlossen wirkt, dann stirbt jegliche Konversation. Bauen Sie Kontakt auf, indem Sie Gemeinsamkeiten suchen, mehr Fragen stellen oder Persönliches aufgreifen. Körpersprachlich in Kontakt treten Sie durch Blickkontakt. Erzeugen Sie Präsenz: Konzentrieren Sie sich voll auf Ihr Gegenüber, den Moment und die Situation.

Wollen Sie andere Menschen begeistern, dann kann der Funke nur überspringen, wenn Sie ihre eigene Begeisterung zeigen. Wollen Sie die Ernsthaftigkeit einer Situation verdeutlichen, dann schaffen Sie es nicht mit einer stakkatohaften Sprache. Wollen Sie Mitgefühl transportieren, dann geht das nur mit einem mitfühlenden Gesichtsausdruck. Emotionen zu fühlen und zu zeigen sind der Königsweg, um Menschen zu erreichen.

Gibt es Tricks, wie ich das Lampenfieber vor einem Meeting oder einem Vortrag abbauen kann?

Matschnig: Zuerst sollte mir klar sein, dass Lampenfieber etwas Positives ist, da ich so mehr Energie zur Verfügung habe. Der Punkt ist nur, ich sollte es einigermaßen unter Kontrolle haben. Einige Tipps sind: Tief und bewusst atmen! Überschüssige Energie abbauen, indem man vorher noch schnell mal um den Häuserblock läuft, viel Wasser trinkt oder entspannende Musik hört. Der wichtigste Punkt ist jedoch eine gute Vorbereitung. Viele weitere Tipps bekommen Sie in meinem nächsten Buch „Lampenfieber: Soforthilfe bei Nervosität, Blackout & Co.“, das im September erscheint.

Was ist das Erfolgsgeheimnis charismatischer Menschen, wie Barack Obama oder Richard Branson? Kann man Charisma lernen? Auch, wenn man eher introvertiert ist?

Matschnig: Tja, was ist Charisma überhaupt? Eine gottgegebene Gabe, Menschen für sich zu gewinnen? Reine Selbstdarstellung? Ein Talent, das man hat oder eben nicht hat? Der Begriff ist schwer zu fassen, aber der Beobachter kann das Charisma fühlen. Er fühlt eine Aura. Charisma entsteht im Kopf des Betrachters! Was aber können Sie tun, um mehr Ausstrahlung zu gewinnen? Es gibt 3 entscheidende Faktoren, die der Psychologe Ronald Riggio evaluiert hat, die Sie unter die Lupe nehmen sollten.

3 entscheidende Faktoren für mehr Ausstrahlung und Charisma:

  1. Expressivität: Das richtige körpersprachliche Auftreten. Treten Sie ausdrucksstrak, lebendig und positiv auf. Und zeigen Sie Emotionen!
  2. Kontrolle: Halten Sie Ihre Körpersprache auch unter Kontrolle. Passen Sie Ihre Körpersprache an die Situation und die Ihres Gesprächspartners an. Und verhalten Sie sich ähnlich. Üben Sie sich in einer synchronen Körpersprache. Das bedeutet, dass Sie sich Ihrem Gegenüber körpersprachlich annähern. Das macht unwillkürlich sympathisch. Und halten Sie unbedingt Ihre negativen Gefühle unter Kontrolle.
  3. Sensitivität: Stellen Sie eine Verbindung zu anderen her. Erfassen Sie die Stimmung und Atmosphäre in einer Gruppe und stellen Sie sich taktvoll darauf ein. Vermitteln Sie den Menschen das Gefühl, in diesem Moment das einzig wichtige zu sein. Erzeugen Sie Präsenz!

Jeder kann an all diesen Punkten arbeiten und seine Ausstrahlung verbessern. Aber jeder Mensch ist auch einzigartig und individuell. So wird etwa Angela Merkel niemals ein Charismatiker wie Barack Obama sein. Aber dennoch hat Sie mittlerweile eine bestimmte Art des Charismas für sich entwickelt. Sie ist die Meisterin der Nichtinszenierung und das ist die höchste Kunst der Inszenierung.

Wie ist Ihre Leidenschaft für das Thema Körpersprache entstanden?

Matschnig: Meine Leidenschaft galt schon immer dem Menschen und seinem Verhalten. So war das Studium der Psychologie für mich sehr naheliegend. Mich inspiriert der Mensch und seine Bereitschaft zu lernen. Das wunderbare Ereignis, aus einem Rohdiamanten einen Brillanten entstehen zu lassen, motiviert mich immer wieder zu Höchstleistungen.

Welche Seminare und Coachings bieten Sie an?

Matschnig: Viermal im Jahr biete ich etwa mein Intensiv-Seminar „Wirkung. Immer. Überall.“ an: Zwei Tage, zwölf Teilnehmer und vier Trainer. Es ist für Menschen, die Ihre Wirkung und Körpersprache optimieren möchten oder einfach eine Selbstreflexion benötigen. Das Spektrum der Teilnehmer ist vielfältig und reicht von Vertriebsleitern und Trainern über Führungskräfte und Projektleiter bis hin zu Lehrern. 2018 wird es auch ein Seminar auf Mallorca geben. Ganz wichtig: Dabei kommt auch der Spaß nie zu kurz! Ich gebe aber auch viele Vorträge und werde von Agenturen für Seminare & Vorträge gebucht. Termine finden Sie auch auf meiner Homepage.

Worum geht es in Ihrem aktuellen Buch „Körpersprache: Gestik, Mimik & Haltung: Sicher auftreten, Menschen gewinnen“?

Matschnig: Es ist ein Buch rund um das Thema Körpersprache und ist geeignet für alle Menschen, die sich für dieses Thema interessieren. Man lernt besser zu wirken und das Gegenüber besser wahrzunehmen.

 

Monika Matschnig, Buch „Körpersprache: Gestik, Mimik & Haltung: Sicher auftreten, Menschen gewinnen“?

Welche Projekte stehen dieses Jahr noch auf Ihrer Agenda?

Matschnig: Mein bevorstehendes Projekt ist meine selbstproduzierte Sommerpause, die ich nutze, um kreativ zu arbeiten. Das bedeutet, wieder eine romantische Beziehung zu meinem Schreibtisch herzustellen und meinen Ideen und Projekten Leben einzuhauchen. Ich nutze diese Zeit auch, um viel Sport zu treiben, Energie zu tanken, gute Bücher zu lesen, viele Gespräche zu führen sowie Menschen und Kulturen wahrzunehmen. Ab Herbst gehe ich dann wieder auf Vortrags- und Seminar-Tour. Ich freue mich schon jetzt darauf.

Was ist für Sie persönlich der Sinn des Lebens?

Matschnig: Mein persönlicher Sinn des Lebens ist es, auf der Bühne des Lebens zu tanzen, zu lernen, zu lieben und zu leben. Und das immer zu 100 % und mit Spaß!

Weitere Informationen (Seminare, Vorträge, Termine, Coaching, Bücher, etc.) unter: www.matschnig.com

Das Interview führte Markus Hofelich.

Bilder: Monika Matschnig

        

 

 

 

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