„Viele Menschen meinen, zu lieben sei ganz einfach, schwierig sei es dagegen, den richtigen Partner zu finden“, schreibt Erich Fromm in seinem Klassiker „Die Kunst des Liebens“. Doch die Liebe ist kein Gefühl, dem man sich einfach nur hinzugeben braucht, erklärt Fromm. Im Gegenteil: Sie ist eine Kunst, die gelernt sein will. Wirklich Lieben zu können setzt die Entwicklung der ganzen Persönlichkeit voraus. Wahre Erfüllung erfordert Mut, Glaube und Disziplin. Das 1956 erstmals veröffentlichte gesellschaftskritische Werk des Sozialpsychologen zählt mit mehr als 25 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Sachbüchern im ausgehenden 20. Jahrhundert. Darin setzt Erich sich Fromm kritisch mit dem Verfall der Liebe in der modernen westlichen Welt auseinander. Vor allem das romantische Verständnis der Liebe in einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft führt zu vielen Formen der Pseudoliebe, bei der viele Beziehungen lediglich ein Alleinsein zu zweit sind. Dabei ist der Wunsch nach Liebe das stärkste Streben im Menschen. Fromm liefert kein fertiges Rezept, aber zeigt Zugangswege auf, die helfen können, die Kunst der wahren Liebe beherrschen zu lernen.
Psychologie
Podcast-Interview mit Prof. Christian Schubert: „Geometrie der Seele: Wie unbewusste Muster das Drehbuch unseres Lebens bestimmen“
Wieso verliebe ich mich immer wieder in den falschen Menschen? Warum habe ich das Gefühl, dass sich in meiner Familie stets die gleichen Probleme wiederholen? Antworten auf diese Fragen finden sich häufig in unbewussten Mustern unserer Psyche wieder. Dabei können auch Erfahrungen unserer Vorfahren eine wichtige Rolle spielen. Genau so wie die Natur in vielfältigsten Mustern organisiert ist, ordnet sich auch die Seele nach ganz ähnlichen Prinzipien, sagt der Psychoneuroimmunologe und Psychotherapeut Prof. Christian Schubert. In seinem Buch „Geometrie der Seele“ beschreibt er, wie unbewusste Muster das Drehbuch unseres Lebens bestimmen. Im Podcast-Interview erklärt Christian Schubert, wie wir diese erkennen und durchbrechen können. Außerdem stellt er Fallgeschichten aus seiner Praxis vor.
Der Mensch steckt in der hedonistischen Tretmühle fest. Er strebt sein Leben lang nach Glück, doch kaum hat er es erreicht, fliegt es schon wieder davon. Nach einem positiven Lebensereignis, das uns mit Glücksgefühlen überflutet, kehren wir bald wieder zu unserem emotionalen Normalzustand zurück. Glück ist kein Dauerzustand. Denn wir gewöhnen uns rasch an die Dinge oder neuen Lebensumstände, die uns glücklich machen, so schön sie auch sein mögen. Wie ein Hamster im Rad müssen wir uns ständig abstrampeln, um glücklicher zu werden, kommen aber letztendlich nicht vom Fleck. Kaum ist ein neues Ziel erreicht, schleicht sich die Gewohnheit ein und eine neues, höheres Ziel muss her. Wir sind gefangen in der Endlosschleife eines immer höher, weiter schneller Modus, bei dem letztendlich das wahre Leben auf der Strecke bleibt. Doch es gibt effektive Möglichkeiten, wie der Ausstieg aus der hedonistischen Tretmühle gelingen kann.
Ikigai bedeutet frei übersetzt „das, wofür es sich zu leben lohnt“, „die Freude und das Lebensziel“ oder „das Gefühl, etwas zu haben, für das es sich lohnt, morgens aufzustehen“. Diese japanische Methode ist ein effektiver Weg, seinen Sinn des Lebens, den persönlichen Zweck der Existenz und vor allem auch seine Berufung herauszufinden. In der Kultur Japans spielt die gründliche Selbstreflexion beim Streben nach dem persönlichen Ikigai eine große Bedeutung. Wer sein Ikigai findet, dem erschließt sich ein Gefühl der Lebensfreude, eines stimmigen, sinnerfüllten Lebens und einer inneren Zufriedenheit im Einklang mit sich selbst.
Liebe ist für die meisten Menschen eine wichtige Basis des Glücks und eines sinnerfüllten Lebens. Doch nicht selten scheitern wir bei der Suche nach dem innigen Gefühl tiefster Verbundenheit in unseren Beziehungen. Wir finden uns nur allzuoft in einem Wechselbad der Gefühle wider, zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Doch was ist Liebe eigentlich? Wie können wir sie finden? Wie kann eine Liebesbeziehung auf Dauer gelingen? Und welche Rolle spielt eine gesunde Selbstliebe dabei? Die Bestsellerautoren Eva-Maria Zurhorst, Robert Betz, Stefanie Stahl und Janice Jakait haben sich ihren Büchern intensiv in mit diesen Themen auseinandergesetzt. Erfahren Sie hier in 4 Interviews mit SinndesLebens24 die besten Tipps der 4 Beziehungs-Experten zum Thema Liebe.
Human Design ist ein relativ neues Tool zur Selbsterkenntnis, das sich in letzter Zeit auch hierzulande immer mehr verbreitet. Das System verbindet Elemente der Astrologie, des chinesischen I Ging, der jüdischen Kabbala und der fernöstlichen Chakrenlehre. Die Funktionsweise und konkrete Anwendung dieser Technik beschreibt Lisa Mestars in ihrem neuen Buch „Erfolgreich und glücklich mit Human Design“. Im Interview erklärt sie, was Human Design ausmacht, was es von anderen Tools zur Selbsterkenntnis unterscheidet und wie es helfen kann, seine zentralen Lebensaufgabe und seinen persönlichen Lebenssinn zu finden und zu realisieren.
Was ist Spiritualität? Sie geht davon aus, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als die Naturwissenschaft beweisen kann. Dabei steht der Begriff „Spiritualität“ für das Geistliche im Gegensatz zum Materiellen. Im Kern umfasst sie das persönliche Erleben einer nicht erklärbaren transzendenten Wirklichkeit, in deren Zentrum je nach Weltanschauung Gott, universelle Intelligenz oder eine höhere Macht steht. Es geht dabei nicht um Ratio oder Logik, sondern um persönliche Erfahrungen, Gefühl und Intuition. Denn Spiritualität kommt aus dem Herzen, nicht aus dem Verstand. Völlig losgelöst von religiösen Dogmen umfasst Spiritualität die Möglichkeit, einen persönlichen Zugang zum Göttlichen zu finden. Spirituelle Menschen streben nach einem höheren Sinn und richten ihr Leben auf die Erfahrung einer höheren Wirklichkeit aus. Dies hat meist auch positive Auswirkungen auf die Lebensführung und die ethischen Vorstellungen.

