Sinn des Lebens

Reportage: „Big Five for Life”-Seminare von John Strelecky & Friends

10. August 2018 0 comments
Reportage: „Big Five for Life”-Seminare von John Strelecky & Friends

Bücher wie „Das Café am Rande der Welt – Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ oder „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ haben den US-Amerikaner John Strelecky zum internationalen Bestseller-Autor gemacht. Er möchte Menschen dazu inspirieren, ihre wahren Lebensträume und ihren persönlichen Zweck der Existenz zu entdecken und zu verwirklichen. Auch die von ihm entwickelten „Big Five for Life“-Seminare sollen die Teilnehmer dabei unterstützen, Klarheit über ihre wahren Wünsche und Lebensziele zu finden. Wie das funktioniert und welche Erfahrungen die Teilnehmer machen, zeigt diese Reportage über ein Intro- und Discovery-Seminar von John Strelecky & Friends Ende Juli in München.

Freitag, 20.7., 10:00 Uhr: Die Sonne scheint durch die großen Fenster im hellen Seminarraum der Circle Rooms, zentral und ruhig gelegen in der Ludwigvorstadt, unweit des Münchener Hauptbahnhofs. Für das „Big Five For Live“ Intro-Seminar sind 24 Teilnehmer angereist, aus München, Augsburg, Regensburg oder Stuttgart, ja sogar aus Wien und Wiesbaden. Eine bunte Mischung von Menschen in verschiedenen Lebensphasen, mit unterschiedlichstem beruflichem und privatem Hintergrund.

Etwas mehr Männer als Frauen im Alter zwischen 19 bis 65 Jahren, Singles und Verheiratete, mit und ohne Kinder, darunter Unternehmer, Handwerker, Freiberufler, Führungskräfte und Angestellte. Manche haben auch gerade erst ihre Ausbildung oder das Studium abgeschlossen oder befinden sich in einer beruflichen Auszeit. Doch gemeinsam teilen sie alle ein großes Ziel: Sie wollen etwas in ihrem Leben verändern und ihren wahren Herzenswünschen ein großes Stück näher kommen.

Intro-Seminar: Die Reisevorbereitung zu den „Big Five for Life“

„Ziel des Intro-Seminars ist die Reisevorbereitung für den Weg zu den ‚Big Five for Life‘. Es geht darum, erste Hinweise auf die Herzenswünsche zu finden und zu erkennen, ob diese Methode der richtige Weg für jeden einzelnen ist“, erklärt Astrid Waitz, die das Seminar zusammen mit Silke Meyer-Ries durchführt. „Die Herzenswünsche sind bei jedem Menschen schon da. Es kommt nur darauf an, die Verbindung dazu wieder herzustellen und die Betonplatte zwischen Verstand und Herz zu durchbrechen. Ein magischer Prozess – am Ende wird jeder seine persönlichen ‚Big Five for Life“ finden“, erklärt die dynamische, sportliche Trainerin aus Halle an der Saale.

Sie ist Mitte 40 und seit Oktober 2016 eine von insgesamt 12 sogenannten „Reisebegleitern“ bei John Strelecky & Friends – das Hamburger Unternehmen bietet regelmäßig Kurse in Hamburg, München, Wien, Zürich und Basel an. Bisher hat Astrid über 100 Seminartage durchgeführt und rund 1.000 Menschen begleitet. Ihren persönlichen Zweck der Existenz – „Ich wecke Lebensfreude“ – hat sie längst gefunden und lebt ihn in ihrem Beruf als Coach.

Und natürlich kennt sie auch ihre persönlichen „Big Five for Live“, die auf der Rückseite ihrer Visitenkarte stehen: „Ich finde mein Domizil in den Bergen, ich sammle Erlebnisse statt Dinge, ich entdecke auf Reisen die Welt, ich lebe jeden Tag Gesundheit sowie ich bringe Augen zum Funkeln und Herzen zum Hüpfen.“

 

Astrid Waitz, „Reisebegleitern“ bei John Strelecky & Friends. Foto: John Strelecky & Friends/Ronny Barthel

 

Auf der Suche nach einem erfüllten, glücklichen und sinnvollen Leben

Die Teilnehmer sind von ihren „Big Five for Life“ noch drei Seminar-Tage entfernt. In der lockeren Vorstellungsrunde wird schnell klar, dass die meisten an einem Wendepunkt stehen, sich in einer persönlichen Umbruchphase befinden oder etwas grundlegend in ihrem Leben verändern möchten. Dabei geht es meist um die Themen glückliche Partnerschaft, harmonisches Familienleben, Erfüllung im Beruf oder um eine ausgewogene Work-Life-Balance.

Es fallen Statements wie: „Ich bin unzufrieden mit meinem Beruf, er entspricht nicht meinen wahren Interessen“, oder „die Arbeit erfüllt mich nicht, ich suche nach einer für mich sinnvollen Tätigkeit“. „Mein Beruf macht mir zwar grundsätzlich Spaß, doch die Umstände nicht“. „Ich verbringe zu viel Lebenszeit im Job und möchte mehr Zeit für mich, meine Familie und für Dinge, die mir wirklich Freude machen“. Schnell wird jedem klar: Ich bin nicht der einzige, der gerade in so einer Situation steckt und sich mit diesen wichtigen Fragen beschäftigt.

Sebastian aus München zum Beispiel ist 35 Jahre alt, glücklicher Familienvater von zwei kleinen Kindern und ist erfüllt von seiner Arbeit als Kardiologe in einer Klinik. „Ich brenne für meinen Beruf als Arzt, bin aber zeitlich sehr stark im Job eingespannt. Gleichzeitig fordert meine Familie auch viel von mir. Die Herausforderung ist, beides unter einen Hut zu bringen“, sagt Sebastian. „Bisher gab es in meinem Leben keine Zeit für mich, darüber in Ruhe nachzudenken. Der Kurs bietet eine gute Möglichkeit, drei Tage aus dem Familien- und Berufsalltag herauszukommen und mich einmal nur mit mir selbst zu beschäftigen“, so der Mediziner.

Mischung aus Impuls-Vorträgen und Übungen

Um zu sich selbst zu finden, bietet das Intro-Seminar kurze Impuls-Vorträge und Übungen – in kleinen Gruppen, zu zweit und für sich allein. Am Ende jeder Übung werden die wichtigsten Erkenntnisse in der großen Runde geteilt. Eine Mischung aus Selbstreflexion, Interaktion und Anregungen aus den Erfahrungen anderer.

Ziel der Übungen ist es zunächst, verborgene Informationen ungefiltert aus dem Unterbewusstsein zu holen. Im ersten Moment scheinen manche Aufgaben nichts mit den „Big Five for Life“ zu tun zu haben, wie etwa: Was sind meine Lieblingsgeschäfte und was gefällt mir daran besonders gut? Doch so fördern die Teilnehmer immer mehr Hinweise, Schlüsselbegriffe und Themen zutage, die sie schrittweise ihren Herzenswünschen näher bringen.

„Lasst Euch darauf ein, schreibt einfach auf, was Euch spontan in den Sinn kommt und denkt nicht darüber nach. Und vor allem: Vertraut dem Prozess!“, rät Astrid Waitz den Teilnehmern. Wichtig dabei ist auch, plötzlich auftauchende Geistesblitze sofort aufzuschreiben und zu sammeln. Zu den wichtigen Schlüsselerlebnissen des Seminars zählen, die eigenen Werte („Dafür brenne ich!“) oder einfach frei und ohne innere Barrieren Dinge herauszufinden, die ich tun würde, wenn ich wüsste, dass nichts schiefgehen kann.

Wake up Call, jetzt das Leben zu ändern

Um die Dringlichkeit zu zeigen, wirklich jetzt etwas im Leben und zu ändern und die Lebensträume nicht ewig aufzuschieben, machen die Coaches den Teilnehmern bewusst, wie endlich das Dasein ist. „Noch haben wir es in der Hand, unser Leben zu ändern“, sagt Astrid Waitz.

So einen Wake up Call hatte Gerhard, 40 Jahre alt aus Wien in seinem Leben bereits erfahren: „Meine Schwester ist 2012 an Krebs gestorben. Kurz vor ihrem Tod ist ihr klar geworden, dass sie zu viel arbeitet, den falschen Job hat und nur für andere da ist. Das war ein großer Auslöser für mich, dass ich jetzt einen anderen Weg gehen will als bisher und nicht erst reagiere, wenn es zu spät ist“.

Gerhard hat als Techniker gearbeitet, zuletzt bei einem Konzern im Bereich Alternative Energien. Doch er war nicht wirklich glücklich. „Ich spürte, ich lebe nicht das Leben, das ich gerne möchte und ich schöpfe mein Potenzial nicht aus“. Nach dem Tod seiner Schwester zog er die Reißleine, kündigte seinen Job und ging mit seiner neuen Freundin acht Monate lang auf Weltreise. „Das war auch eine Reise zu uns selbst. Wir haben in dieser Zeit sehr viel über uns gelernt“, sagt Gerhard. Im Seminar erhofft er sich mehr Klarheit über seine berufliche Neuorientierung.

Der erste Schritt ist entscheidend auf dem Weg zum Ziel

„Wir können nicht alles ewig aufschieben und denken, das kann ich noch später tun, sondern wir müssen jetzt ins Handeln kommen!“, sagt Astrid Waitz. Dabei muss es nicht unbedingt ein Radikalschnitt sein, auch kleine Schritte führen zum neuen Ziel. Wichtig ist es jedoch, nicht stehenzubleiben, sondern jetzt loszugehen, die ersten Schritte zu machen und zu sehen, was passiert, so die Trainerin. Nicht ewig nachdenken und grübeln, sondern sich auf das Leben einlassen. Die häufigste Denk-Blockade, die uns davon abhält unsere echten Herzenswünsche zu verwirklichen, ist die Frage: Wie geht das? Wie soll ich das nur schaffen?

Doch die erste Frage sollte sein: Wer hat dieses Ziel bereits erreicht? Denn an dem, was andere schon geschafft haben, können wir uns orientieren. Außerdem sollten wir uns nicht scheuen, die Frage zu stellen: Wer kann mir dabei helfen? „Sprecht über eure Herzenswünsche. So stoßt ihr immer wieder auf Menschen, die euch dabei unterstützen können“, sagt Astrid Waitz.

 

Silke Meyer-Ries, „Reisebegleitern“ bei John Strelecky & Friends. Foto: John Strelecky & Friends/Ronny Barthel

 

Für Veränderungen ist es nie zu spät

Dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern, macht Teilnehmer Karl-Heinz mit seiner Lebensgeschichte deutlich. Der 65-jährige Augsburger hat 35 Jahre lang als Führungskraft in Konzernen gearbeitet, war Finanzvorstand in börsennotierten Unternehmen und zuletzt für die Finanzen einer international tätigen Verlagsgruppe verantwortlich. Doch irgendwann merkte er, dass er nicht wirklich glücklich ist und seine eigentliche Berufung woanders liegt. So hat sich Karl-Heinz mit 58 Jahren unter anderem dazu entschieden, Coach und Yogalehrer zu werden.

Das praktiziert er bis heute und die Beratung von Menschen und Unternehmen erfüllt ihn. Und das Seminar von John Strelecky & Friends bestärkt ihn in seinem Zweck des Daseins: „Ich gebe anderen Menschen Impulse, ihren Sinn des Lebens zu finden“. Sein Lebensmotto lautet: „Ich will, ich kann, ich werde.“

Discovery-Seminar: Die persönlichen „Big Five for Life“ finden

Nach der Einführung in das Konzept der „Big Five for Life“ und einer ersten inneren Entdeckungsreise der Herzenswünsche im Intro-Seminar, steht am Samstag und Sonntag das darauf aufbauende Discovery-Seminar für „Fortgeschrittene“ im Vordergrund. Mit 13 Teilnehmern setzt ein kleinerer Kreis die Suche nach den „Big Five for Life“ fort – fast alle waren schon am Freitag mit von der Partie, zwei Teilnehmer kommen neu hinzu.

Das Ziel des Discovery-Seminars: Am Sonntagabend um 18 Uhr sollte jeder seine wahren Herzenswünsche kennen und dazu in der Lage sein, seine persönlichen „Big Five for Life“ kurz, knapp und präzise auf den Punkt zu bringen. Also die fünf Dinge, die ich sehen, tun oder erleben möchte, damit ich am Ende meiner Tage sagen kann, ich hatte ein glückliches und erfülltes Leben.

Die Entdeckungsreise zu den Herzenswünschen

Schritt-für-Schritt geht die Entdeckungsreise zu den Herzenswünschen weiter, mit einer Übung nach der anderen, viel Schreibarbeit, Interaktion und Austausch, wie etwa: Was waren die tollsten Aktivitäten meiner Kindheit? Was ist es, worum es mir wirklich geht?

Auch hier gilt die Vorgabe, alles sofort aufzuschreiben, was einem spontan in den Sinn kommt, ohne Filter oder Einschränkung durch den Verstand. So führt der Discovery-Prozess die Teilnehmer immer mehr in den eigenen Wesenskern. Und fördert die Herzenswünsche zu Tage, die sonst meist tief in jedem verborgen schlummern: Vergraben unter Regeln, Konventionen, Vorurteilen, die sich im Laufe des Lebens angesammelt haben.

Dabei spielt der Austausch mit anderen eine wichtige Rolle, die Feedback geben und mit ihren eigenen Gedanken und Erkenntnisse dazu anregen, sich von neuen Ideen inspirieren zu lassen. Schließlich kristallisieren sich aus den Notizen bei jedem Teilnehmer immer mehr Schlüsselwörter, wichtige Hinweise, und wiederkehrende Themen heraus. Die Wünsche und Lebensziele verdichten sich und werden immer klarer. Bis am Ende schließlich jeder Teilnehmer seine persönlichen „Big Five for Life“ klar formuliert hat und stolz vor der Gruppe präsentiert.

 

Astrid Waitz im Gespräch mit einem Seminarteilnehmer. Foto: John Strelecky & Friends/Ronny Barthel

 

Am Ziel: Die „Big Five for Life”

So hat Susann aus Leipzig, Mitte 30, glücklich verheiratet und Mutter eines Sohnes nach den drei Tagen jetzt Klarheit über ihre berufliche Zukunft gewonnen. Sie ist seit vielen Jahren selbständig, hat verschiedene Standbeine und möchte sich jetzt aber auf einen Schwerpunkt fokussieren. „Bisher konnte ich mich nicht auf eine Sache festlegen, aus Angst, etwas falsch zu machen. Im Seminar habe ich Klarheit für meinen Weg gefunden, bei dem ich alles vereinen kann: Ich werde ein Gesundheitszentrum für glückliche Kinder und Eltern aufbauen, leiten und später daraus vielleicht ein Franchise-System entwickeln“, sagt Susann.

Ihre „Big Five for Life“: „Ich möchte einen Fußabdruck in der Geschichte hinterlassen, ein Wir-Gefühl mit der Familie erschaffen, mehr Überraschung, Spiel, Spaß, Spannung im Leben, mich nur noch mit Herzensangelegenheiten beschäftigen und ein Gesundheitszentrum für glückliche Kinder und Eltern leiten.“

Das Feedback der Teilnehmer

Auch Mediziner und Familienvater Sebastian kennt nun seine Herzenswünsche: „Musik erfüllt mein Leben, ich entdecke mit meiner Familie die Welt, ich laufe die Marathon Majors, ich lebe und erlebe Kindheit, Gesundheit ist beruflich und privat mein kostbarstes Gut.“ Seine wichtigsten Erkenntnisse aus dem Seminar: „Viele Gefühle, Konflikte und teilweise auch Lösungen waren natürlich schon in mir selbst vorhanden. Aber durch den Kurs konnte ich vieles bestätigen und alles fokussierter formulieren. Das Seminar ist für mich auf jeden Fall eine wichtige Auszeit aus dem Alltag zur Selbstreflexion und ein Motivationsschub. Auch das Feedback und die Erfahrungen der anderen Teilnehmern, die unterschiedliche Sicht der Dinge und der Blick über den Tellerrand haben mir viel gegeben“, so Sebastian.

Auch Gerhard aus Wien hat wichtige Erkenntnisse aus dem Seminar für sein Leben gewonnen. „Mir wurde klar: Ich hatte zwar bisher ein relativ schönes Leben und einen guten Job. Doch immer eher von externen Motivatoren getrieben, war ich nie so richtig erfüllt und zufrieden. Es hat sich im Kurs für mich extrem gut angefühlt, wirklich einmal für mich zu definieren, was ich wirklich will im Leben, wofür ich brenne, wo meine Leidenschaft liegt. Es ist für mich jetzt klar, dass ich beruflich einen ganz anderen Weg einschlagen werde. Bisher war ich Techniker, in Zukunft geht es in den sozialen Bereich“, sagt Gerhard.

Seine „Big Five for Life”: „Ich meditiere täglich und komme dadurch zu innerem Frieden und Leichtigkeit, ich gründe eine glückliche und liebevolle Familie, ich spiele Gitarre mit Leidenschaft, ich helfe Menschen, ihren Weg und den Sinn im Leben zu finden und wir leben in einem Haus zum Wohlfühlen“. Dabei tauchte auch noch ein sechster Wunsch auf: „Ich lebe meine Naturverbundenheit am hauseigenen Weinberg“.

Fazit

Für viele Teilnehmer, die sowohl am „Big Five for Life“ Intro-, als auch am Discovery-Seminar von John Strelecky & Friends teilgenommen haben, waren die drei Tage eine gute Auszeit vom Alltag, um sich in einem geführten Prozess mit viel Selbstreflexion und Interaktion mit anderen Menschen über ihre wahren Herzenswünsche und Lebensziele klar zu werden. Nun hängt es von jedem selbst ab, seine „Big Five for Life“ in der Praxis umzusetzen und in den Alltag zu integrieren. Und wer nun für sich noch die Fragen „Warum bin ich hier?“ und „Was ist der Zweck meiner Existenz?“ beantworten möchte, kann das mit einem Abstand von mindestens 2 Monaten im „DO-IT!“-Seminar in Angriff nehmen.

Markus Hofelich

Bilder: John Strelecky & Friends/Ronny Barthel, Markus Hofelich

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