Die zehn besten TED Talks: Motivierende Videos als Inspirationsquelle

by Hofelich
Ted Talks

TED Talks sind äußerst inspirierende Videos spannender Vorträge, die Visionäre, Wissenschaftler und Entrepreneure auf den legendären TED-Konferenzen gehalten haben. Die TED-Konferenzen haben in den USA etwa den gleichen Stellenwert, wie das Weltwirtschaftsforum, Davos, in Europa. Unter dem Motto „Ideas worth spreading“ („Ideen, die es Wert sind, verbreitet zu werden“) zeigt die Website Ted.com Videos von den besten Präsentationen, die nicht länger als 18 Minuten dauern. Zu den renommiertesten Rednern zählten u.a.: Bill Gates, Jeff Bezos, Bill Clinton oder Stephen Hawking. Das Spektrum reicht von Technologie, über Wirtschaft bis hin zu Wissenschaft – alles ist rhetorisch brillant, einfach erklärt, ermutigend und mit einem positiven Blick nach vorne. Hier die Top Ten der meistgesehenen TED Talks aller Zeiten im Überblick.

Top Ten: Die meistgesehenen TED Talks aller Zeiten

Unter den Top Ten der meistgesehenen TED Talks aller Zeiten findet sich ein breites Spektrum motivierender Vorträge von Bestseller-Autoren und Wissenschaftlern, von Supermodels bis hin zu Hirnforschern. So erklärt Bestseller-Autor Tony Robbins, der in den USA Kultstatus genießt, in seinem Vortrag „Warum tun wir, was wir tun?“ die „unsichtbaren Kräfte“, die jeden von uns in seinen Handlungen motivieren. Die Psychologin Brené Brown behauptet, Verletzlichkeit macht stark und zeigt auf, wie wir unsere Schutzmechanismen aufgeben und innerlich reich werden können. Die Sozialpsychologin Amy Cuddy beschreibt in ihrem motivierenden Vortrag, wie der gezielte Einsatz der Körpersprache auch unser Selbstbewusstsein verbessern kann. Berater und Bestseller-Autor Simon Sinek zeigt, wie große Führungspersönlichkeiten zum Erfolg inspirieren. Die TED Talks sind in englischer Sprache, deutsche Untertitel können in der unteren Videoleiste aktiviert werden.

Platz 1: Ken Robinson: „Erstickt die Schule die Kreativität?“

Aufrufe: 40 Millionen

Ken Robinsons Vortrag „Do schools kill creativity“ ist der meistgesehene Beitrag in der Geschichte der TED-Konferenzen. Er hält ein unterhaltsames und zutiefst bewegendes Plädoyer für die Schaffung eines neuen Bildungssystems, das die Kreativität fördert und nährt – anstatt sie wie bisher zu untergraben. Ken Robinson war Professor an der University of Warwick in Großbritannien und hat weltweit Regierungen, Konzernen und NGOs beraten. Außerdem ist er Bestsellerautor („Wie wir alle zu Lehrern und Lehrer zu Helden werden“, „Begeistert leben: Die Kraft des Unentdeckten“). Hintergrund: Stress- und Depressionserkrankungen unter Schülern nehmen zu, während Kreativität und freies Denken auf der Strecke bleiben. Ein Bildungssystem das auf Standardisierung und Gleichheit basiert, unterdrückt Individualität, Vorstellungsvermögen und Kreativität. Was bleibt, ist eine homogene Gesellschaft, deren Mitglieder ihr wahres Potenzial nicht ausschöpfen können.

 

Platz 2: Amy Cuddy: „Ihre Körpersprache beeinflusst, wer Sie sind“

Aufrufe: 36 Millionen

Die Sozialpsychologin Amy Cuddy zeigt in ihrem motivierenden Vortrag, wie der gezielte Einsatz der Körpersprache auch unser Denken und Fühlen beeinflusst. So kann das Einnehmen von Machtposen helfen, uns selbstbewusster zu fühlen. Ihre Forschungen haben ergeben, dass das Einnehmen einer selbstbewussten Haltung auch die Testosteron- und Cortisol-Level in unserem Gehirn beeinflusst. Der gezielte Einsatz der Körpersprache kann unser Selbstbewusstsein stärken und unsere Erfolgschancen erhöhen. Amy Cuddy ist Professorin an der Harvard Business School. 

 

Platz 3: Simon Sinek: „Wie große Führungspersönlichkeiten zum Handeln inspirieren“

Aufrufe: 28 Millionen

 

Simon Sinek hat ein einfaches, aber kraftvolles Modell für inspirierende Führungspersönlichkeiten, das mit einem goldenen Kreis und der Frage „Warum?“ startet. Seine Erfolgsbeispiele beinhalten Apple, Martin Luther King, die Brüder Wright. Simon Sinek ist Bestsellerautor und Business-Berater renommierter Unternehmen und Institutionen, darunter die UN, Microsoft und American Express. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel zu den Themen Inspiration und Erfolg in der New York Times, Wall Street Journal oder The Washington Post. Außerdem lehrt der Buchautor („Frag immer erst: warum: Wie Top-Firmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren“) strategische Kommunikation an der Columbia University in New York.

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Platz 4: Brené Brown: „Die Macht der Verletzlichkeit“

Aufrufe: 26 Millionen

Die Psychologin Brené Brown hat sich auf zwischenmenschliche Beziehungen spezialisiert – die Fähigkeit für Empathie, Zugehörigkeit und Liebe. In einer einprägsamen, humorvollen Rede offenbart sie tiefe Einblicke in ihre Forschung. Ihr Thema: In einer Welt, in der Versagensangst den meisten Menschen zur zweiten Natur geworden ist, erscheint Verletzlichkeit als gefährlich. Doch das Gegenteil ist der Fall: Brené Brown zeigt, dass Verletzlichkeit die Voraussetzung dafür ist, dass Liebe, Zugehörigkeit, Freude und Kreativität entstehen können. Unter ihrer behutsamen Anleitung entdecken wir die Kraft, die wir hinter unseren Schutzpanzern verborgen halten, und entwickeln den Mut, Großes zu wagen. Brené Brown ist Professorin am Graduate College of Social Work in Houston, Texas. Sie ist Autorin des Buches „Verletzlichkeit macht stark: Wie wir unsere Schutzmechanismen aufgeben und innerlich reich werden“.

 

Platz 5: Mary Roach: „10 Dinge über den Orgasmus, die Sie noch nicht wussten“

(nur für Erwachsene geeignet)

Aufrufe: 19 Millionen

Mary Roach vertieft sich in eine obskure wissenschaftliche Forschung, zum Teil jahrhundertealt, um 10 überraschende Behauptungen – von bizarr bis urkomisch – über den sexuellen Höhepunkt aufzustellen. Mary Roach schreibt für GQ, The New York Times Magazine und das Discovery Magazine und ist Autorin des Bestsellers „BONK: Alles über Sex – von der Wissenschaft erforscht“. 

 

Platz 6: Jill Bolte Taylors „kraftvoller Schlag der Erkenntnis“

Aufrufe: 19 Millionen

Jill Bolte Taylor bekam eine Gelegenheit zur Forschung, die sich nur wenige Gehirnforscher wünschen: sie erlebte einen massiven Schlaganfall und beobachtete, wie ihre Gehirnfunktionen – Motorik, Sprache, Selbstbewusstsein – eine nach der anderen ausfielen. Als die Hirnforscherin einen Schlaganfall erleidet, erfährt sie am eigenen Körper, was Patienten erleben. Fasziniert beobachtet sie die Funktionsweise des Gehirns und gewährt damit einen bisher noch nicht beschriebene Einblicke. Ihr Schicksal zeigt aber auch, dass eine vollständige Genesung nach einem Schlaganfall möglich ist. Die amerikanische Hirnforscherin unterrichtet an der Indiana University School of Medicine in Bloomington und ist die Pressesprecherin des Harvard Brain Tissue Resource Centers. Außerdem schrieb sie das Buch „Mit einem Schlag“.

 

Platz 7: Tony Robbins: „Warum tun wir, was wir tun?“

Aufrufe: 17 Millionen

Tony Robbins erklärt die „unsichtbaren Kräfte“, die jeden von uns in seinen Handlungen motivieren – und klatscht mit Al Gore in der ersten Reihe der Zuschauer ab. Robbins besitzt in den USA Kultstatus als Motivator und Coach auf dem Gebiet der Psychologie zum Erreichen von Spitzenleistungen. Er ist Autor von Bestsellern über Erfolg und Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) und Begründer der Neuroassoziativen Konditionierung. Das neurolinguistische Programmieren lernte er bei dem NLP-Mitbegründer John Grinder. Zu seinen Büchern zählen: „Money: Die 7 einfachen Schritte zur finanziellen Freiheit“, „Grenzenlose Energie – Das Powerprinzip: Wie Sie Ihre persönlichen Schwächen in positive Energie verwandeln“. Sein Audioprogramm „Personal Power“ zählt mit mehr als 25 Millionen verkauften Exemplaren zu den meist verkaufte Audioprogrammen.

 

Platz 8: Dan Pink über die überraschende Wissenschaft der Motivation

Aufrufe: 16 Millionen

Der Karriereberater Dan Pink untersucht das Rätsel der Motivation. Er beginnt seinen Vortrag mit einer Tatsache, die Sozialwissenschaftler kennen, die meisten Manager jedoch nicht: Herkömmliche Belohnungen sind nicht immer so effektiv wie wir meinen. Sind wir nicht alle davon überzeugt, dass wir am besten mit äußeren Anreizen wie Geld und Prestige oder durch „Zuckerbrot und Peitsche“ zu motivieren sind? „Alles falsch“, sagt Daniel H. Pink. Das Geheimnis unseres persönlichen Erfolges ist das zutiefst menschliche Bedürfnis, unser Leben selbst zu bestimmen, zu lernen, Neues zu erschaffen und damit unsere Lebensqualität und unsere Welt zu verbessern. Daniel H. Pink ist amerikanischer Wissenschaftsjournalist und ehemaliger Redenschreiber des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore. Er genießt den Ruf eines visionären Denkers und mitreißenden Sachbuchautors, seine Artikel zu Themen über Arbeitswelt, Wirtschaft und Technik erscheinen u.a. in der New York Times, der Harvard Business Review und Wired. Zu seinen Bestsellern zählt das Buch „Drive: Was Sie wirklich motiviert“.

 

Platz 9: Pranav Mistry: „Das packende Potenzial der SixthSense Technologie“

Aufrufe: 15 Millionen

Pranav Mistry demonstriert in TEDIndia mehrere Werkzeuge, die der physischen Welt helfen, mit der Welt der Daten zu interagieren. Der Vortrag gewährt einen tiefen Blick in seine Vorrichtungen der SixthSense Technologie und einen neuen „Papier-Laptop“, der eine radikale Änderung der Sichtweise auf herkömmliche Laptops herbeiführt. In einer Fragerunde auf der Bühne stellt Minstry in Aussicht, die Software seiner SixthSense Technologie frei zur Verfügung zu stellen. 

 

Platz 10: Cameron Russell: „Aussehen ist nicht alles. Glauben Sie mir, ich bin ein Model“

Aufrufe: 15 Millionen

Cameron Russell gibt zu, dass sie in der „genetischen Lotterie“ gewonnen hat: sie ist groß, hübsch und Unterwäschemodel. In ihrem furchtlosen Vortrag gibt sie mit ein einer Portion Ironie Einblicke in die Model-Branche.

Hintergrund zu den TED-Konferenzen mit TED Talks

Die erste TED-Konferenz mit TED Talks fand 1984 statt. Die Idee dazu hatte der Architekt Richard Saul Wurman, der ursprünglich Technologie-Entwickler mit Designern und anderen Vordenkern in Kontakt bringen wollte. Daher stammt auch die Abkürzung für TED: Technology, Entertainment, Design. Seit 1990 findet TED jährlich statt, zunächst in Monterey, Kalifornien. 2002 verkaufte Wurman TED an den Journalisten und Medienunternehmer Chris Anderson, der sie seitdem führt. Das Themenspektrum umfasst mittlerweile nicht nur Technologie, Entertainment und Design, sondern auch Business, globale Themen, Kultur, Kunst und Wissenschaft. In den USA entspricht die Bedeutung der TED-Konferenzen dem, was das Weltwirtschaftsforum in Davos für Europa ist. Es zählt zu den bedeutendsten Foren für den interdisziplinären Austausch.

Positiver Blick in die Zukunft

Im Gegensatz zum eher sachlich gehaltenen Weltwirtschaftsforum stehen bei TED Inspiration, ein positiver Blick in die Zukunft und die Vernetzung mit anderen „Changemakern“ im Vordergrund. Neben den jährlichen TED-Hauptkonferenzen, die bis 2004 in den USA stattfanden, gibt es unter dem Namen TEDx-Konferenzen auch weltweit unabhängig organisierte Ableger. Seit 2009 haben mehr als 10.000 TEDx-Events in mehr als 2.500 Städten in 164 Ländern stattgefunden. In Deutschland finden regelmäßig TEDx-Konferenzen u.a. in München, Stuttgart und Berlin statt. Seit 2006 werden Vorträge von TED-Konferenzen auf einer eigenen Website veröffentlicht, seit 2009 mit Untertitel in 40 Sprachen. Weitere Informationen unter: www.ted.com,

Bilder / Videos: TED

 

 

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